Österreicherinnen verdienen 21% weniger als Männer
- Neue Studie: Frauen verdienen EU-weit 16% weniger
- PLUS: Infografik & der österreichische Gehaltsreport
·Der Vergleich
Die Einkommen von Mann und Frau
Frauen verdienen in der EU im Schnitt um 16 Prozent weniger als Männer. Das geht aus einer anlässlich des "Internationalen Frauentags" veröffentlichten Eurostat-Erhebung, dem Statistischen Amt der EU, hervor. Demnach liegt der durchschnittliche Bruttostundenverdienst von Frauen EU-weit bei 84 Prozent von jenem der Männer. In Österreich ist die Kluft mit 21 Prozent noch größer!
Größere Nachteile haben Frauen nur in Irland und Großbritannien (78 Prozent). Am nächsten kommen Frauen in Portugal (95 Prozent) an das Gehaltsniveau der Männer heran.
Ziemlich genau ein Drittel der Frauen in der EU geht laut Eurostat einer Teilzeitbeschäftigung nach. Demnach liegt die Beschäftigungsquote von Frauen in den EU-Ländern bei 54,9 Prozent (Männer 73 Prozent). 33,7 Prozent der Frauen arbeitet Teilzeit. Bei den Männern sind es 6,3. Am höchsten ist die Quote in den Niederlanden mit 72,8 Prozent. Österreich liegt mit 33,6 Prozent ziemlich genau im Schnitt (Männer 4,3 Prozent). Am geringsten ist die Quote in Griechenland mit 8,1 Prozent.
Interessant erscheint, dass die Österreicherinnen gemeinsam mit den Portugiesinnen bei der Geburt des ersten Kindes im EU-Vergleich mit 26,4 Jahren am jüngsten sind. Am ältesten sind sie in Großbritannien mit 29,1 Jahren. Die meisten Kinder in der EU werden in Irland (1,98 Kinder pro Frau) und Frankreich (1,90) geboren. Österreich liegt mit 1,29 Kindern im unteren Drittel. Weniger Kinder werden nur in Spanien (1,25) und Italien (1,24) geboren.
Im Bildungsbereich liegen die österreichischen Frauen bei der tertiären Ausbildung (also Unis, Fachhochschulen, Pädagogische Akademien) unter dem EU-Schnitt. Nur 15 Prozent der Frauen in Österreich haben einen Abschluss im Tertiärbereich (bei den Männern sind es 18 Prozent), EU-weit sind es 21 bzw. 23 Prozent. Spitze in diesem Feld ist Finnland mit 36 Prozent, Schlusslicht ist Italien mit 10 Prozent. Bei Hochschulstudien tendieren Frauen laut Eurostat zu Medizin, Geisteswissenschaften und Pädagogik, Männern tendieren zu Ingenieur- und Naturwissenschaften. Bei beiden Geschlechtern stehen aber Sozialwissenschaften an erster Stelle.
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