Samstag, 18. Jänner 2003

Demonstration gegen Irak-Krieg in Wien

  • Laut Veranstaltern 1000 Teilnehmer - Keine Zwischenfälle
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Rund 1000 Menschen, vor allem Schüler und Studenten, haben nach Angaben der Veranstalter Freitag Abend in Wien an einer Demonstration gegen einen möglichen US-Angriff auf den Irak teilgenommen. Wie die "Antiimperialistische Koordination" in einer Aussendung mitteilte, hatte die Plattform "Stoppt den Krieg" zu der Kundgebung aufgerufen. Der Protestmarsch zog von der Universität zur US-Botschaft, wo eine amerikanische Flagge verbrannt wurde. Laut Polizei gab es keine Zwischenfälle.

Die Losungen der Demonstranten lauteten: "Stoppt den Krieg, Aufhebung des Embargos und keine europäische Beteiligung". Anlass der Kundgebung war der 12. Jahrestag des Angriffs der US-geführten Allianz auf den Irak am 17. Jänner 1991, nachdem dieser Kuwait besetzt hatte. Seit damals findet in Wien jedes Jahr eine Demonstration "gegen das Embargo und die westliche Aggression" statt.

Die "Antiimperialistische Koordination" wies in ihrer Aussendung darauf hin, dass die amerikanische Anti-Kriegskoalition ANSWER für dieses Wochenende zu internationalen Protesten aufgerufen hat. Bis jetzt seien in vierunddreißig Ländern Aktionen angekündigt.

Redner bei der Kundgebung in Wien wiesen auf die "1,5 Millionen Tote hin, die das von den USA forcierte Embargo bereits gekostet" habe. Allein dies beweise, dass es Washington weder um Menschenrechte noch um Demokratie gehe. Auch die Suche nach Massenvernichtungswaffen sei nichts als ein Vorwand, denn die Vereinigten Staaten seien selbst die größten Besitzer derselben und bedrohten damit all jene Völker, sie sich nicht ihrem Diktat unterzuordnen bereit seien. Es gehe ihnen um nichts weiter als um Öl und geostrategische Kontrolle der Region. Die österreichische Regierung wurde dazu aufgefordert, ihr "komplizenhaftes Schweigen" zu brechen und sich "entsprechend des Völkerrechtes" gegen den Krieg einzusetzen.

Abschließend wurde auf die "internationale Mobilisierung vom 15. Februar" hingewiesen, anlässlich derer es auch in Wien eine Demonstration geben wird.

18.1.2003 07:24