Freitag, 17. Jänner 2003

Tödliches Eifersuchtsdrama in Grödig

  • Mann erschoss Ex-Lebensgefährtin, Mutter und sich selbst

Doppel-Mord und Selbstmord in Salzburg! Eifersucht war ausschlaggebend dafür, dass in der Gemeinde Grödig im Salzburger Flachgau ein 35-jähriger Berufsdetektiv in der Nacht auf Freitag seine 22-jährige Ex-Lebensgefährtin sowie deren 51-jährige Mutter erschossen und sich anschließend selbst gerichtet hat.

Der 35-jährige Ex-Freund von Alexandra Wolf hatte gegen 1.15 Uhr um Einlass in die Wohnung gebeten, was ihm aber verwehrt worden war. Daraufhin schlug er ein ebenerdig gelegenes Fenster ein und konnte sich so Zutritt verschaffen. Es kam zwischen dem ehemaligen Lebensgefährten, ihrem neuen Freund und der jungen Frau vorerst zu einer verbalen Auseinandersetzung, die dann schließlich zu Handgreiflichkeiten zwischen den beiden Männern endete, so die Gendarmerie am späten Nachmittag.

Kurze Zeit später, als sich die Situation beruhigt hatte, verließ auf Bitte von Alexandra ihr neuer Freund die Wohnung und fuhr zu ihm heim. Um exakt 2.47 Uhr bekam er von ihr einen Anruf, dass sich die Lage beruhigt habe und ihr Ex-Freund im Gespräch bei ihren Eltern im ersten Stock verweile.

Gegen 3.30 Uhr vernahmen Nachbarn neuerlich Lärm aus der Wohnung der Kellnerin. Dem Ermittlungsstand zufolge muss es in der Wohnung von Alexandra zwischen ihr, ihrer Mutter Monika und dem Ex-Freund neuerlich zu einem Streit gekommen sein. Im Zuge dieser Auseinanersetzung dürfte der Berufsdetektiv mit seiner Pistole, Glock 19, Kal. 9 mm, zuerst die beiden Frauen durch mehrere Schüsse erschossen und sich dann durch einen Kopfschuss selbst gerichtet haben.

Untersuchungsrichterin Charlotte Rohan-Achammer vom Landesgericht Salzburg ordnete auf Antrag von Staatsanwalt Thomas Wegleiter die gerichtliche Leichenöffnung aller drei Getöteten an.

17.1.2003 09:50