Freitag, 17. Jänner 2003

S16: Lkw-Kontrollen bringen alarmierende Ergebnisse

  • Gendarmerie zeigte elf von 20 Fahrern an
  • Bis zu 17,5 Stunden durchgehende Lenkzeit festgestellt

Immer wieder kommt es auf der Arlbergschnellstraße (S16) zu schweren Unfällen. Aus diesem Grund hat die Gendarmerie jetzt in mehreren Schwerpunkt-Aktionen zahlreiche Lkw angehalten und kontrolliert. Die Ergebnisse sind alarmierend!

Im Vorarlberger Klostertal hat es in jüngster Zeit mehrere gravierende Unfälle gegeben - einmal mit fünf Toten (29.12.2002), einmal mit acht Verletzten (12.1.2003). Am Donnerstagnachmittag hat die Autobahngendarmerie Bludenz von 13.00 bis 16.30 Uhr deshalb auf der S 16 in Radin Schwerverkehrskontrollen durchgeführt, deren Ergebnis alarmierend ausgefallen ist.

Von 20 kontrollierten Schwerfahrzeugen wurden elf Lenker wegen mehrerer Übertretungen angezeigt, berichtete die Gendarmerie. U.a. wurden bei einem italienischen Lasterfahrer eine zusammenhängende Lenkzeit von 15 Stunden und bei einem deutschen Lkw-Lenker eine von sogar 17,5 Stunden festgestellt. Beide übermüdeten "Kapitäne der Landstraße" mussten Zwangspausen einlegen, außerdem werden sie bei der Bezirkshauptmannschaft Bludenz angezeigt.

St. Pölten: Schwere Mängel an Fahrzeugen
Durchwegs schwere Mängel ergaben von der Polizei St. Pölten in der Nacht auf Mittwoch durchgeführte Lkw-Sicherheitskontrollen. Bei dem Einsatz waren mit dem mobilen Prüfzug des Landes Niederösterreich 14 Fahrzeuge, darunter fünf mit ausländischen Zulassungen, unter die Lupe genommen worden.

Die wenig erfreuliche Bilanz der Polizei: Neben den bei allen Lkw festgestellten schweren Mängeln war in drei Fällen sogar Gefahr im Verzug. Das hatte die Abnahme der Kennzeichentafeln und der Zulassungsscheine zur Folge. In drei weiteren Fällen wurde den Lenkern die Weiterfahrt untersagt. Die Beamten hoben fünf vorläufige Sicherheiten und elf Organmandate ein.

17.1.2003 09:43