Wieder Schüler-Suizid am Stiftsgymnasium Admont
- Zweiter Fall innerhalb eines halben Jahres
- 13-Jähriger sprang in der Schule in den Tod
Schon wieder sprang in der Steiermark ein verzweifelter Schüler in den Tod! Der Bub schickte seinen Eltern noch eine SMS, in der er seine Tat ankündigte, doch deren Anruf in der Schule kam zu spät. Ihr Sohn war tot. Erst im September vergangenen Jahres hatte sich ein 17-jähriger Gymnasiast nach misslungener Nachprüfung vor einen Zug geworfen.
Wie der Gendarmerieposten in Admont bestätigte, dürfte der 13-jährige Bub um 13.45 Uhr aus dem Gangfenster des dritten Stockes der Schule gesprungen sein. Das leblose Kind wurde allerdings erst rund eine halbe Stunde später vom Schulwart gefunden, der von den beunruhigten Eltern alarmiert worden war. Sie hatten von ihrem Sohn ein SMS erhalten, in denen der Bub seinen Selbstmord ankündigte.
Laut Gendarmerie ist das Motiv für die Verzweiflungstat nach wie vor unklar, es seien weder massive schulische noch private Probleme bekannt. Noch am Mittwoch hat der Bub einen Latein-Test geschrieben, der sofort benotet wurde - mit einem "Gut".
Diese Verzweiflungstat ist bereits der zweite Fall am Stiftsgymnasiums innerhalb von weniger als einem halben Jahr: Im September hat sich ein 17-Jähriger Stiftsschüler nach einer misslungenen Nachprüfung in Weißenbach bei Liezen vor einen Zug gelegt.
Selbstmordversuch im November
Der dritte derartige Fall passierte an einer Landwirtschaftsfachschule in Graz, wo sich im vergangenen November eine 15-jährige Schülerin zehn Meter in die Tiefe stürzte. Dieses Mädchen überlebte mit schweren Wirbelsäulenverletzungen und zahlreichen Brüchen.
Admonter Schulleiter völlig ratlos
Völlige Ratlosigkeit herrschte am Donnerstag in der Direktion des Admonter Stiftsgymnasiums nach dem zweiten Schülerselbstmord innerhalb von weniger als einem halben Jahr: "Man steht da und fragt sich, wie es weitergeht", so der Direktor des Gymnasiums, Pater Gebhard Grünfelder. Konkrete Konzepte für etwaige Präventionsmaßnahmen lägen nicht vor, zumal es auch im jüngsten Fall "keinerlei Anzeichen" für die Verzweiflungstat gegeben habe.
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