Mittwoch, 15. Jänner 2003

Eisenstadt: Ex-Frau nach Streit um Geld ermordet

  • Mann geständig, 30-jährige Frau erwürgt zu haben

Der Mord an der 30-jährigen philippinischen Staatsbürgerin Elisabeth K. in der Wohnung ihres Ex-Ehemannes in Eisenstadt konnte rasch geklärt werden. Der 36-jährige Mann des Opfers, ein beschäftigungsloser Eisenstädter, legte ein Geständnis ab. Er gab zu, die Frau erwürgt zu haben. Der Tat war ein Streit um Geld vorausgegangen.

Das Paar, das eine fünfjährige Tochter hat, war seit etwa zwei Jahren geschieden. Die Frau hielt sich zuletzt in Wien auf, hatte aber regelmäßig Kontakt zu ihrem Ex-Mann, der das Kind betreute. Vor einigen Tagen kam Elisabeth K. wieder nach Eisenstadt. Sie wollte Geld; der Mann sollte ihr 1.300 Euro geben. Die Geldforderung löste prompt eine heftige Auseinandersetzung aus.

Die Gewalttat ereignete sich Mittwoch früh in der Wohnung der Ex-Eheleute. Mittwochvormittag brachte der Mann die Tochter in den Kindergarten. Um 10.54 Uhr alarmierte er über Notruf die Polizei, dass er seine Ex-Frau tot in seiner Wohnung aufgefunden habe.

Die Tote lag im Bett, Spuren am Hals ließen den Verdacht auf ein Gewaltverbrechen aufkommen. Die Obduktion des Opfers bestätigte den Tod durch Erwürgen. Chemische Untersuchungen waren noch ausständig.

Im Laufe des Donnerstag sollte der Tatverdächtige in die Justizanstalt Eisenstadt eingeliefert werden. Die Verhängung der Untersuchungshaft wurde für Freitag früh erwartet. Die Voruntersuchung soll wegen des Verdachts des Mordes eingeleitet werden. Das Kind wurde bei einer Pflegemutter untergebracht.

15.1.2003 16:17