Arzt über Küberl: "Er wird wieder der Alte"
- "Patient braucht Zeit und Ruhe"
- Noch auf Intensivstation in der Grazer Uni-Klinik
"Er wird wieder der Alte, in jeder Hinsicht", erklärte am Mittwoch der Vorstand der Grazer Uni-Klinik für Neurochirurgie, Hans Tritthart, im Zuge eines ärztlichen Bulletins über den Gesundheitszustandes von Caritas-Präsident Franz Küberl. Küberl, der sich am 13. Jänner bei einem Sturz schwerste Kopfverletzungen zugezogen hatte, befindet sich seit 17. Jänner in Graz auf der Intensivstation. Seine Genesung mache Fortschritte, werde aber doch noch ein bis zwei Monate dauern, verlautete der behandelnde Arzt.
Küberl war in München, wo er bei einer Tagung war, vermutlich beim Duschen ausgerutscht und schwer gestürzt. Schädelbruch und Epituralhämtom, d.h. Bluterguss zwischen Schädelknochen und harter Hirnhaut, lautete die Diagnose, dazu kamen Prellmarken am Gehirn selbst. Eine lebensbedrohliche Verletzung, wie man weiß, die eminent die Gefahr von Spätfolgen birgt.
Die Versorgung am Unfallort und im Münchner Krankenhaus sei optimal gewesen, bescheinigt Tritthart. Als Küberl nach Graz überstellt wurde, sei er bereits voll ansprechbar gewesen. Eine leichte Sprachstörung sowie eine halbseitige Schwäche seien mittlerweile weitgehend zurückgegangen, demnächst werde mit einer Neurorehabilitation begonnen - laut Mediziner nicht wegen der motorischen, sondern wegen der kognitiven Leistungen.
Die behandelnde Krankenschwester bezeichnete Küberl als "sehr angenehmen und netten Patienten", er könne auch schon aufstehen, ermüde aber noch sehr schnell. Trotz der guten Fortschritte fordert Neurochirurg Tritthart für den Patienten "Zeit und Ruhe", auch wenn dieser selbst schon ungeduldig sei. Zumindest bis in die kommende Woche werde er den Caritas-Präsidenten, der sich insbesondere bei den medizinischen Helfern in München und Graz bedanken ließ, auf der Intensivstation behalten.
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