Gäste sollen für Kunstschnee zahlen

Österreichs Skiregionen atmen auf: Endlich ist der erwünschte Schnee gekommen und selbst dort wo noch zu wenig des begehrten Weiß gefallen ist, können die Schipisten dank der Kälte beschneit werden. Wermutstropfen dabei: Um neue Schneekanonen zu finanzieren, sollen die Liftkarten teuerer werden.
Derzeit werden in Österreich rund vierzig Prozent der Pisten mit Kunstschnee versorgt, dieser Anteil soll auf sechzig Prozent steigen. Es gibt zwar Diskussionen, einen Schneeschilling einzuführen, aber letztlich wird der Skifahrer die Zeche zahlen.
Das scheint jedenfalls dem Salzburger Touristiker Bauernberger am plausibelsten: "Die Beschneiung der Pisten kann nicht auf alle Leistungsträger im Tourismus aufgerechnet werden. Als nächstes verlangt dann der Hotelier für seine Wellnessanlage zusätzliches Geld. Die sauberste Lösung wäre, dass derjenige investiert, der das Produkt anbietet, und das sind die Seilbahnen. Die können sich ja das Geld dann über die Liftkartenpreise holen."
In Kitzbühel laufen derzeit mehr als siebzig Schneekanonen um die Streif zu beschneien. Das Problem der Finanzierung stellt sich bei den Tirolern derweil nicht. Letztendlich partizipiert ja die gesamte Region am Hahnenkamm-Rennen. Und ohne Schneekanonen würde den Tirolern eben eine halbe Milliarde Schilling an Einnahmen entgehen.
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