Konica und Minolta schließen sich zusammen
- Wachsender Konkurrenzdruck bei Digitalkameras
- 4.000 Arbeitsplätze gehen bei Fusion verloren

Minolta und Konica schließen sich zusammen. Der Konkurrenzdruck durch Digitalkameras veranlasst die japanischen Hersteller von Kameras und Büroausrüstungen, Konica und Minolta, zusammenzugehen. Konica plant eine Holdinggesellschaft, in die Minoltas Geschäfte aufgehen sollen. Dadurch könnten bis zum Jahre 2005 rund zehn Prozent oder 4.000 der 38.500 Arbeitsplätze eingespart und der Umsatz bis 2006 um 24 Prozent gesteigert werden.
Der Zusammenschluss von Konica und Minolta erfolgt, weil die Produzenten herkömmlicher Kameras auf Filmbasis rapide Marktanteile an die Hersteller von Digitalkameras wie Sony und Canon verlieren. Das geplante neue Unternehmen Konica Minolta Holdings strebt zum Geschäftsjahr 2005 (1. April) einen operativen Gewinn von 150 Mrd. Yen (1,2 Mrd. Euro) bei Umsätzen von 1,3 Bill. Yen an. Es entstünde Japans viertgrößter Hersteller von Präzisionsmaschinen wie Kameras und Kopierern. Angestrebt werde ein Marktanteil bei Digitalkameras bis 2005/2006 von über 15 Prozent.
Konica-Präsident Fumio Iwai soll die Leitung der Holding übernehmen, auf seinen Minolta-Kollegen Yoshikatsu Ota entfällt das Amt des Vize-Präsidenten. Ihre Konzerne wollen am 16. Jänner über den Anteil der Aktien entscheiden, den jeder Aktionär der beiden Firmen durch die Integration erhält.
Der Agentur Bloomberg zufolge war der Umsatz mit japanischen Digitalkameras in den elf Monaten bis November um 44 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, während der von Filmkameras um 27 Prozent sank. Der Absatz aller Arten von Kameras mache ein Drittel des Gesamtumsatzes bei Konica und ein Fünftel bei Minolta aus.
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