Macworld Expo in San Francisco bringt viele Highlights
- Apple-Browser "Safari" soll schneller als Internet Explorer sein
- Neue Powerbooks mit 12 & 17 Zoll Bildschirmgröße
Auf der diesjährigen Macworld Expo in San Francisco folgt eine Neuheit auf die andere. Die bisher von Apple-Chef Steve Jobs vorgestellten Highlights: Ein eigener Web-Browser, der dreimal schneller als der Internet Explorer sein soll, und zwei neue Powerbooks mit 12 bzw. 17 Zoll Bildschirmdiagonale.
Der in San Francisco vorgestellte Web-Browser aus dem Hause Apple trägt den Namen "Safari" und soll laut Steve Jobs der schnellste Browser auf dem Mac sein: Um ganze 40 % soll Safari den derzeitigen Standard-Browser für den Mac, den Internet Explorer von Microsoft, übertreffen. Als Pluspunkte neben der hohen Geschwindigkeit nannte man bei Apple die einfache Bedienbarkeit sowie einige Zusatzfunktionen.
Google-Suche in Browser integriert
So sind etwa eine Google-Suche und ein optionaler Pop-Up-Blocker integriert. Über die Funktion "Snapback" gelangt man mit einem Mausklick zur letzten händisch eingegebenen Adresse zurück - sehr praktisch, wenn man sich im Link-Dschungel verirrt hat. Auch die Verwaltung der Favoriten soll wesentliche Vorteile bieten.
Linux-Browser als Basis
"Safari" beruht auf Entwicklungen rund um das freie Betriebssystem Linux: Man knüpfte beim Linux-Browser "Konqueror", bei dem auch Apple-Mitarbeitern mitgewirkt haben, an. "Safari" läuft auf Mac OS X ab Version 10.2 und unterstützt Standards wie HTML, XHTML 1.0, DOM, CSS, SSL und Java Script.
Powerbook mit größtem Screen
Weitere Highlights auf der Macworld: Zwei neue Apple-Powerbooks mit besonderen Bildschirmgrößen - 17 und 12 Zoll. Der Laptop mit 17 Zoll Bildschirmgröße und einer Auflösung von 1.440 x 900 Pixeln verfügt somit über den derzeit größten portablen Screen. Er ist rund 3 kg schwer und kostet 3.299 US-Dollar. Mitgeliefert werden ein Superdrive-Laufwerk, schnelles FireWire, Bluetooth und einen eingebaute WLan-Karte. Ausgestattet ist das 17-Zoll-Modell mit einem G4 1 GHz Prozessor.
Laptops aus gehärtetem Flugzeugaluminium
Wie das 17-Zoll-Modell besteht auch der 12-Zoller nicht aus Titanium wie die Vorgänger, sondern aus gehärtetem Flugzeugaluminium. Beide Modelle sind 2,54 com flach. Das 12 Zoll-Modell verfügt über einen G4-Prozessor, hat eine Auflösung von 1024 x 768 Pixel und ist etwa 2 kg schwer.
Umsatzanteil von Laptops soll steigen
Apple will den Umsatzanteil von Laptops am Gesamterlös in diesem Jahr auf 35 Prozent von 32 Prozent im Jahr 2002 steigern. Tragbare Computer dürften bald 50 Prozent des gesamten Computerumsatzes der Branche ausmachen, prognostizierte Apple-Chef Steve Job auf der Macworld Expo.
Befreiung aus Microsoft-Umklammerung
Marktexperte Michael Gartenberg von Jupiter Research sagte nach der Worldmac-Eröffnungsrede von Jobs, der Vorstoß mit neuen Produkten wie "Safari" oder der Präsentationssoftware "Keynote" (siehe Kasten) zeige, wie ernsthaft Apple sich aus der Abhängigkeit befreien wolle, dass Microsoft wichtige Programme für den Mac entwickle. "Allerdings bringen diese Apple-Produkte den Mac in eine prekäre Situation", insbesondere wenn Microsoft diese Programme zum Anlass nehme, die Entwicklung der eigenen Programme zu verlangsamen.
Risiko für Apple
"Wenn die neuen Produkte in Sachen Kompatibilität scheitern, dann hat Apple sich selbst dem Risiko ausgesetzt, eine wertvolle Unterstützung der eigenen Plattform durch Microsoft zu verlieren, ohne den Verlust durch eigene Software ausgleichen zu können", meinte Gartenberg. Aus seiner Sicht müsse Apple jedoch diesen riskanten Versuch unternehmen.
Software-Paket "iLife"
Apple bringt ein neues Software-Paket "iLife" auf den Markt, in dem die Programme "iTunes", "iMovie", "iPhoto" und "iDVD" zusammen gefasst werden. Mit diesen Programmen kann man Musik, Videos und Fotos bearbeiten und archivieren sowie DVDs erstellen. "Was Microsoft mit seiner Office-Suite im Bereich der Arbeitsproduktivität erreicht hat, werden wir bei den digitalen Lifestyle-Programmen schaffen", sagte Jobs.
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