Manipulationen bei Ergebnissen von Suchmaschinen
- Trickreiche Strategien von Web-Vermarktern
- Altavista-USA regiert mit "Spam-Team"
Suchmaschinen haben eine zentrale Rolle im Internet: Sie helfen den Nutzern, für sie interessante Seiten zu finden. Für kommerzielle Angebote ist aber eine vordere Platzierung in den Trefferlisten von entscheidender Bedeutung, da laut einer Studie drei Viertel der Surfer nur die Suchresultate der ersten Ergebnisseite beachten. Die Folge: Zunehmende Manipulationsversuche professioneller Web-Vermarkter.
Laut dem Magazin "Chip" gaukeln diese Vermarkter Google und Co. mit einigen Tricks vor, die Web-Sites ihrer Kunden seien von großer Bedeutung. Und sie nutzen dabei die Techniken der Suchmaschinen aus. Um Surfer schnell zu optimalen Ergebnissen zu verhelfen, filtern diese ihre Ergebnisse. Sites, in denen die Suchbegriffe häufig vorkommen, rücken nach vorn.
Tricks zur "Optimierung"
Neben der Aktualität der Sites spielt auch das so genannte Page-Rank-System eine wichtige Rolle: Internet-Angebote, auf die besonders oft von anderen Seiten verlinkt wird, werden höher bewertet. Um ihre Kunden auf die vorderen Plätze der Listen zu hieven, "optimieren" Internet-Agenturen die Sites. Der Trick: Das Angebot firmiert unter verschiedenen Web-Adressen oder Portalen, die auch noch gegenseitig verlinkt sind.
Suchmaschinen wehren sich
Die Suchmaschinen-Betreiber wollen dem offenbar nicht mehr länger zusehen. Altavista hat in den USA inzwischen laut "Chip" ein "Spam-Team" gegründet, das Manipulationen unterbinden soll. Altavistas Product Manager Andreas Hartmann bezeichnet die aktuelle Situation als "Rennen zwischen Suchmaschinen und Optimierern". Der Deutsche Multimedia Verband arbeitet inzwischen an Richtlinien für seriöses Suchmaschinen-Marketing.
