UPC rechnet auch nach Restrukturierung mit Verlusten
- Europas größter Kabelnetzbetreiber will Finanzkollaps abwenden
Der insolvente niederländische Kabelnetzbetreiber UPC erwartet auch nach dem Abschluss der laufenden Restrukturierung rote Zahlen. UPC habe seit seiner Gründung im Jahr 1995 einen Netto-Verlust von rund 8 Mrd. Euro angehäuft, teilte Europas größter Kabelnetzbetreiber in einem Schreiben an die US-Börsenaufsicht SEC mit.
"Das Unternehmen erwartet zumindest für die absehbare Zukunft einen Netto-Verlust", hieß es weiter. UPC hat bisher noch nie einen Jahresgewinn erwirtschaftet. Das Unternehmen bekräftigte zudem seine Erwartung, bis Ende März aus dem im vergangenen Monat beantragten Gläubigerschutz herauszukommen.
Kosten gesenkt
Die von dem US-Medienmogul John Malone über dessen Konzern Liberty Media kontrollierte United Pan-Europe Communications (UPC) versucht derzeit, ihre Schulden in den Griff zu bekommen. Um den drohenden finanziellen Kollaps nach einer Reihe von Zukäufen abzuwenden, hat UPC bereits die Kosten gesenkt. Zudem sollen in Zukunft weniger die Gewinnung neuer Kunden und der Aufbau neuer kostenintensiver Dienste im Mittelpunkt stehen, sondern vielmehr die Steigerung der Einnahmen mit dem bestehenden Kundenkreis.
Österreich nicht betroffen
UPC hat acht Millionen Abonnenten in Europa. In Österreich betreut UPC Telekabel nach Angaben vom Dezember gut 820.000 Haushalte, davon u.a. mehr als die Hälfte mit Kabel-TV. Der Betrieb in Österreich sei von den Problemen der holländischen Mutter nicht betroffen, hatte UPC Telekabel zu dem Anfang Dezember für die UPC Corp. eröffneten Gläubigerschutzverfahren mehrfach betont.
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