Schweiz: Lawinen-Warnung per SMS
- Internet-Pilotversuch in Graubünden
Mit einem internet-basierten Frühwarn- und Kriseninformationssystem (IFKIS) soll die Lawinenwarnung in der Schweiz verbessert und den Sicherheitsverantwortlichen die Arbeit erleichtert werden. Warnungen werden in die IFKIS-Datenbank eingespeist und per E-Mail und/oder SMS an die Verantwortlichen weitergeleitet..
IFKIS wurde vom Eidgenössischen Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) in Davos (Kanton Graubünden) in Zusammenarbeit mit der Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) des Bundesamts für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) erarbeitet. Im Raum Klosters/Davos steht ein IFKIS-Prototyp bereits im zweiten Winter im Einsatz.
Per Internet können die Zuständigen einerseits aktuelle Informationen abrufen. Dazu gehören auch die regionalen Lawinenbulletins, die etappenweise in der ganzen Schweiz eingeführt werden.
Zudem bietet IFKIS den Verantwortlichen die Möglichkeit, alle getroffenen Maßnahmen wie Evakuierungen, Sperrungen und Lawinensprengungen in die Datenbank einzugeben. Diese Daten stehen wiederum den übrigen Benutzern zur Verfügung. Damit kann in Krisensituationen koordiniert vorgegangen werden.
Über IFKIS wird auch die schon bisher vom SLF in Zusammenarbeit mit MeteoSchweiz publizierte Frühwarnung für Schnee- und Lawinengefahr verbreitet. Diese wird ausgelöst, wenn in 72 Stunden mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 bis 100 Prozent ein Meter Neuschnee und mit einer Wahrscheinlichkeit von 40 bis 70 Prozent die höchste Lawinengefahrenstufe zu erwarten sind. Dazu kommt neu eine Information über Starkschneefälle, wenn in 72 Stunden über ein Meter Neuschnee zu erwarten ist. Die beiden Warnungen werden in die IFKIS-Datenbank eingespeist und an die Empfänger verteilt, die dann eine E-Mail und/oder ein SMS auf ihr Handy erhalten.
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