Freitag, 10. Jänner 2003

ÖBB: Vorm Walde warnt vor teurer Trennung

  • Im ORF: "Und wenn etwas teurer wird, ist es schlecht, weil wir mit Steuergeldern umgehen"

ÖBB-Chef Rüdiger vorm Walde lehnt die von der ÖVP angestrebte Aufteilung der ÖBB in mehrere Gesellschaften aus Kostengründen ab. Die Durchführung dieses Vorhabens "ist eindeutig teurer als das, was wir heute haben", so vorm Walde am Freitag.

Wichtig sei die Gesamtnutzung des Systems Schiene
- "Und wenn etwas teurer wird, ist es schlecht, weil wir mit Steuergeldern umgehen." Der ÖBB-Chef kündigte an, dass sein Unternehmen 200 Mio. Euro einsparen wolle.

Die vier Milliarden Euro des Bundes für die ÖBB als Zuschuss zu bezeichnen, wies vorm Walde zurück. Es gehe vor allem um den Neubau der Infrastruktur Schiene. Niemand spreche davon, was Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen kosten. Dies wolle man auch aufzeigen.

Erst am Dienstag hatte die Eisenbahnergewerkschaft ihre Streikdrohung für den Fall einer Teilung der ÖBB bekräftigt. Die ÖVP sieht eine Neustrukturierung der ÖBB mit der Schaffung einer strategischen Holding mit eigenständigen operativen Unternehmen für die Bereiche Infrastruktur, Absatz, Personal und Finanzen vor. Von der SPÖ kam bereits ein klares Nein dazu.

10.1.2003 20:19