Salamander will angeblich 1.300 Stellen abbauen
- Schuhproduktion und Verwaltung betroffen
Der verlustreiche Schuh- und Dienstleistungskonzern Salamander will einem Zeitungsbericht zufolge 1.300 seiner 3.500 Stellen in der Produktion und Verwaltung abbauen. Über entsprechende Pläne werde der Aufsichtsrat am Donnerstag beraten, berichtete die "Stuttgarter Zeitung" am Mittwoch im voraus aus ihrer Donnerstagausgabe unter Berufung auf Mitarbeiter des Unternehmens.
Der Abbau betreffe Stellen in der Schuhproduktion und in der Verwaltung. "Es gibt große Schnitte", zitierte die Zeitung einen Mitarbeiter, der die Pläne gesehen haben soll. "Es gibt verschiedene Szenarien. Wenn sich der Aufsichtsrat für die härtesten Maßnahmen entscheidet, werden zwei Werke geschlossen, in Ungarn stark abgebaut, und in der Zentrale sollen die Hälfte der Leute gehen", sagte der Mitarbeiter der Zeitung zufolge.
Bei Salamander war am Mittwochabend zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.
Ende Dezember hatten sich Salamander und die Muttergesellschaft, der Energiekonzern Energie Baden-Württemberg (EnBW), mit den Kleinaktionären von Salamander in einem gerichtlichen Vergleich auf eine höhere Zwangsabfindung geeinigt. Mit dem zwangsweisen Ausschluss der Kleinaktionäre will EnBW den Verkauf der Tochtergesellschaft aus Kornwestheim an einen Finanzinvestor erleichtern.
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