Wiener Grundig-Werk soll wieder "Minerva" heißen
- Investor Kovats präsentierte neue Geschäftsführung
- Standort Wien jedenfalls bis Ende 2006 gesichert
·Vertrag fixiert
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Das Wiener Grundig-Werk in Meidling soll in Zukunft wieder den traditionsreichen Namen "Minerva" tragen, hieß es Anfang Jänner 2002 von Seiten des österreichischen Investors Mirko Kovats. Voraussetzung für die Um- bzw. Rückbenennung sei ein erfolgreicher Abschluss der Verträge mit der deutschen Grundig AG. Dieser wurde für März in Aussicht gestellt.
Kovats hat bei einer Betriebsversammlung auch eine neue Leitung präsentiert: Die beiden langjährigen Mitarbeiter Sabina Paschek und Günther Bauer werden als Geschäftsführer eingesetzt. Der bisherige Geschäftsführer Herbert Mraz soll als Berater weiterhin zur Verfügung stehen, wurde betont.
Laut der Sprecherin strebt Kovats mittelfristig eine Entflechtung vom deutschen Mutterkonzern an. Von den derzeit rund 800 Mitarbeitern sollen in Zukunft "knapp unter 700" im neuen Unternehmen arbeiten, 100 Personen bei einer Vertriebstochter, die im Konzern verbleibt. Der Standort Wien soll jedenfalls für die kommenden drei Jahre gesichert sein.
Betriebsrats-Chef Günther Hruby zeigte sich nach der Betriebsversammlung gegenüber der APA erfreut: "Jetzt hoffen wir, dass wir ganz viel verkaufen, damit die Arbeitsplätze erhalten werden." Eine Garantie dafür könne natürlich niemand abgeben, "aber es hat auch Übernahme-Kandidaten gegeben, die nur die Maschinen abmontiert hätten", betonte Hruby.
Investor Mirko Kovats hat sich im vergangenen Dezember mit Grundig über den Kauf des Werkes, in dem TV-Geräte produziert werden, geeinigt. Zuvor waren Meldungen aufgetaucht, der verschuldete Grundig-Konzern könnte das Werk schließen. Kovats ist unter anderem bereits an Emco, ATB Antriebstechnik und Austrian Energy beteiligt.
Das Grundig-Zeitalter hatte in Österreich 1968 begonnen: Damals hatte die deutsche Grundig AG mit der Wiener Radio- und Fernsehgerätefabrik Minerva Radio W. Wohlleber Co die Wiener Traditionsmarke "Minerva" geschluckt.
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