Mittwoch, 8. Jänner 2003

Sampo beteiligt sich an Grundig

  • Beteiligungshöhe noch offen
  • Vertrag soll in München fixiert werden

Die seit längerem bestehenden Gerüchte über den Käufer des deutschen Elektronikkonzerns Grundig haben sich bestätigt. Der taiwanesische Sampo-Konzern beteiligt sich an dem schwer angeschlagenen Nürnberger Elektronikhersteller und sichert damit vorerst dessen Überleben.

Der Vertrag solle in München geschlossen werden, teilte ein Grundig-Sprecher mit. Sampo möchte mit der Marke Grundig auf dem europäischen Markt Fuß fassen.

Offen blieb zunächst die Höhe der Beteiligung. Grundig-Hauptaktionär ist bisher der Rosenheimer Unternehmer Anton Kathrein. Er besitzt 89 Prozent des Kapitals und hält eine Option auf die übrigen elf Prozent, die bei den Banken liegen.

Die Verhandlungen hatten sich monatelang hingezogen. Die Banken hatten die Kreditlinien mehrmals verlängert. Kurz vor Weihnachten 2002 verkaufte Grundig seine Fernsehgeräteproduktion in Wien mit rund 1000 Beschäftigten an den österreichischen Industriellen Mirko Kovats. Damit wurde eine wichtige Hürde in den Verhandlungen mit Sampo beseitigt.

8.1.2003 13:56