Fiat denkt an Trennung der Autosparte vom Rest
- General Motors hält an Partnerschaft mit Fiat fest
Italiens krisengeschüttelter Autokonzern Fiat denkt an eine Trennung der Pkw-Sparte vom Rest der Gruppe. Dies ist ein Projekt, an dem die Fiat-Manager und die Gläubigerbanken des Konzerns arbeiten, berichtete die "Corriere della Sera". Dem Projekt sollte sich auch der amerikanische Fiat-Partner General Motors anschließen, der sein Interesse für das Projekt bekundet habe. Der neue Plan soll vom Fiat-Management und den Gläubigerbanken diskutiert werden.
Gerüchte über die Zukunft des maroden Unternehmens mehren sich in Italien. Die Mailänder Tageszeitung "Sole 24 Ore" schloss eine direkte Staatsbeteiligung zur Rettung des Konzerns nicht aus. Über die Staatsgesellschaft Ispa, die im Bereich öffentliche Infrastrukturinvestitionen spezialisiert ist, könnte der italienische Staat einen Anteil an Fiat übernehmen, ohne die EU-Vorschriften im Bereich Wettbewerb zu verletzen, berichtete die Tageszeitung. Seit Monaten drängt ein Teil der italienischen Linken für einen direkten Engagement des italienischen Staates zur Fiat-Rettung.
GM will weiterhin mit Fiat kooperieren
General Motors erklärte sich über Fiats Schwierigkeiten besorgt, beteuerte jedoch seine Entschlossenheit, weiterhin mit dem Turiner Autokonzern zu kooperieren, schrieb "Corriere della Sera". "Wir bleiben der Partnerschaft mit Fiat treu", sagte GM-Chef Richard Wagoner. Er bestritt Gerüchte, denen zufolge sich der Joint Venture Powertrain, an dem sich sowohl GM als auch Fiat beteiligen, wegen der Krise der italienischen Gruppe auslösen könne.
Wagoner dementierte, Kontakte mit dem lombardischen Finanzier Roberto Colaninno zu pflegen. Dieser hatte in den letzten Tagen bekundet, den Fiat-Hauptaktionären Agnelli einen Plan zur freundschaftlichen Übernahme des Konzerns vorlegen zu wollen.
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