Wirtschaftsklima in der Eurozone wieder besser
- Verbrauchervertrauen im Dezember aber weiter rückläufig
Das Wirtschaftsklima in den zwölf Ländern der Eurozone hat sich im Dezember erstmals seit drei Monaten wieder verbessert. Während sich die Stimmung bei den Unternehmen aufhellte, ging das Verbrauchervertrauen aber weiter zurück. Der von der Europäischen Kommission ermittelte Index stieg im Dezember auf 98,5 Punkte von revidierten 98,4 Zählern im November. Er lag damit aber knapp unterhalb der Erwartungen von Analysten, die mit 98,6 Punkten gerechnet hatten.
Der Teilindex für das Geschäftsklima kletterte mit minus neun Punkten auf den besten Stand seit fast einem Jahr. Im November hatte der Index minus elf (revidiert von minus zehn) Zähler betragen. Als Gründe für den Anstieg nannte die EU-Kommission gestiegene Erwartungen der Firmen im Hinblick auf Produktion und Auftragslage sowie rückläufige Lagerbestände. Experten hatten im Vorfeld mit durchschnittlich minus 10,7 Punkten beim Geschäftsklima gerechnet.
Verbrauchervertrauen weiter rückläufig
Unterdessen fiel das Vertrauen der Verbraucher in der Eurozone im Dezember auf minus 16 Punkte von minus 14 Punkten im November und verfehlte zugleich die Markterwartungen. Analysten hatten im Schnitt einen Indexstand von minus 14,3 Zählern erwartet. Die Angst vor Arbeitslosigkeit und die allgemeine wirtschaftliche Situation hätten die Stimmung der Verbraucher zunehmend eingetrübt, teilte die Kommission mit. Die Erwartungen verschlechterten sich in nahezu allen Mitgliedstaaten des Währungsraums. Lediglich in Portugal verbesserte sich die Stimmung der Konsumenten und in Frankreich blieb sie unverändert.
Die Wendemarke der beiden Indizes liegt bei jeweils null Punkten. Bei einem Wert unter Null übersteigt die Zahl der pessimistisch eingestellter Beobachter die Zahl der Optimisten.
Geschäftsklima-Index leicht gestiegen
Ein getrennt ermittelter Geschäftsklima-Index stieg im Dezember mit minus 0,24 Punkten auf den besten Stand seit eineinhalb Jahren, wie die Kommission weiter mitteilte. Im November hatte er noch minus 0,43 Zähler betragen. Die Zahlen waren von einer bisherigen Schätzung von minus 0,36 Punkten revidiert worden.
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