Nationalbank 2002 mit etwas weniger Gewinn
- OeNB-Gouverneur bewirbt sich für weitere Amtsperiode
Der Gewinn der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) werde 2002 "marginal niedriger" sein als 2001. Dies erklärte OeNB-Gouverneur Klaus Liebscher (Bild) am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien.
Noch seien finale Rechnungen im Gange, "wir werden aber wieder sehr sehr zufrieden sein", so Liebscher. Von Prognosen wie etwa in der Schweiz, wo die dortige Nationalbank nach Wechselkursbelastungen (Bewertungsverlusten) an diesem Wochenende nahezu eine Gewinnhalbierung verkündet hatte, sei man "weit weg", so Liebscher.
Für das Jahr 2001 hatte der Finanzminister von der Oesterreichischen Nationalbank 1,534 Mrd. Euro Gewinnabfuhr erhalten. Aus dem vorjährigen Gesamtgewinn (geschäftliches Ergebnis) von 1,64 Mrd. Euro, nach rund 1,69 Mrd. Euro im Jahr 2000, errechnete sich die 34-prozentige Körperschaftssteuer von 558 (573) Mill. Euro sowie der gesetzliche Gewinnanteil des Bundes in Höhe von 90 Prozent des versteuerten Ergebnisses im Ausmaß von 975 (998) Mill. Euro.
Liebscher bekräftigte heute seinen Vorschlag, Teile der jährlichen Notenbank-Gewinnausschüttung an den Bund in einem von der Regierung festzusetzenden Prozentsatz für die Finanzierung von Forschung und Entwicklng (F+E) zweckzubinden, als "sicheres Stockerl" für die Forschungsfinanzierung. "Das können 10 oder 15 Prozent sein. Wenns mehr ist, ist's mehr." Zugleich bekräftigte er seine Ablehnung gegenüber politischen Begehrlichkeiten, auf Reserven des Hauses zuzugreifen. In die Debatte darum habe er "überhaupt nichts Neues einzubringen."
Liebscher - dessen Vertrag an der Spitze der OeNB bis 31. August 2003 läuft - wird im Sommer für eine weitere Amtsperiode antreten. "Ich werde für eine weitere Amtszeit in Österreich kandidieren", kündigte der Gouverneur der OeNB an.
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