St. Moritz & ÖSV-Speed-Damen sind bereit für die WM
- Dorfmeister, Götschl & Co. schwärmen von 'super Bedingungen'
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Dreieinhalb Wochen vor Eröffnung der alpinen Ski-Weltmeisterschaften in St. Moritz (2.-16.2.) präsentiert sich der WM-Ort bereits von seiner besten Seite. "Es gibt hier jetzt schon super Bedingungen", schwärmten Weltcup-Titelverteidigerin Michaela Dorfmeister und Co. nach dem Training auf den WM-Pisten. Zeitläufe mit Stangen durfte allerdings nur das Heimvorteil genießende Schweizer Herren-Riesentorlauf-Team um Michael von Grünigen in St. Moritz bestreiten.
"Trotzdem müssen wir Danke sagen, dass wir diese einmalige Gelegenheit bekommen haben, jetzt schon hier trainieren und Ski testen zu dürfen", betonte ÖSV-Trainer Bernd Zobel, der sich nicht nur vom "Top-Zustand" der WM-Pisten, sondern auch von der Form von Dorfmeister, Renate Götschl, Brigitte Obermoser und Alexandra Meissnitzer, die bis Mittwoch in der Schweiz trainierten, angetan zeigte. "Vom Material und der Form her könnte die WM für sie jetzt schon beginnen. Alle haben einen weiteren Riesensatz nach vorne gemacht. Sie sind jetzt noch stärker als beim Doppelerfolg von Michi und Gitti in Lenzerheide. Das wird man schon in den nächsten Weltcup-Rennen merken. Tanja Schneider und Selina Heregger haben dagegen ihre Form immer noch nicht gefunden."
St. Moritz ist bereit
Neben dem Spitzen-Quartett des ÖSV ist auch St. Moritz bereit für die WM. "Im Großen und Ganzen sind wir bis auf Kleinigkeiten mit den Vorbereitungen fertig", betonte OK-Vizepräsident Martin Berthod voller Stolz. "Vor allem im Zielgelände wartet noch Arbeit auf uns, daneben müssen noch einige Sicherheitsnetze befestigt werden."
Hoffen aus Besuchermassen
Das Gesamtbudget der WM beträgt 80 Millionen Franken (54,8 Mio. Euro), Berthod hofft aber trotzdem, dass das Ski-Großereignis einen Gewinn für die Veranstalter abwirft. Dieser soll vor allem mit Hilfe der Sponsoren und Besuchermassen erwirtschaftet werden. Für die Herren-Abfahrt wurden bereits 25.000 Tickets abgesetzt, Berthod rechnet mit insgesamt 30.000 Zuschauern am Renntag. Meissnitzer zeigte sich vom 4.000 Besucher fassenden Zielstadion, in dem wie in St. Anton alle WM-Rennen enden, besonders begeistert: "Ein echtes Schmuckkasterl."
Auch Strobl und Schifferer schauten vorbei
Neben den ÖSV-Damen nutzten auch Josef Strobl und Andreas Schifferer, die dann direkt zum ersten Training nach Bormio weiterreisten, die Gelegenheit zum Training in St. Moritz. "Ich kämpfe noch immer mit der Form", meinte Schifferer. Solche Probleme plagen Speed-Queen Götschl, die Anfang Dezember ihr Weltcup-Comeback nach der schweren Knieverletzung gegeben hatte, derzeit nicht. Allerdings könnte die Steirerin auf die WM-Kombination verzichten. "Ich habe heuer noch keinen einzigen Tag Slalom trainiert. Und ohne Spezialtraining hat ein WM-Start in der Kombination keinen Sinn."
Cortina übernimmt Damen-Super-G
In Cortina findet am kommenden Mittwoch ein zusätzlicher Damen-Super G statt, damit ist im alpinen Damen-Weltcup kein Rennen mehr offen. Das zusätzliche Rennen in Cortina ist einer der beiden Super G, die schon vor Saisonbeginn von Garmisch-Partenkirchen an die FIS zurück gegeben worden waren. Der zweite Super G wurde ja bereits in das auf Ende Februar/Anfang März verschobene Programm in Innsbruck (Patscherkofel) integriert. Offen ist derzeit damit nur noch der abgesagte Herren-Riesentorlauf von Hinterstoder.
Das neue Damen-Programm in Cortina d'Ampezzo:
Mittwoch (15.1.): Super G (10:30 Uhr)
Freitag (17.1.): Super G (10:30)
Samstag (18.1.): Abfahrt (10:30)
Sonntag (19.1.): Riesentorlauf (9:20 und 12:15 Uhr)
