Eberharter ist derzeit Gigers Sorgenkind Nummer eins
- ÖSV-Herren seit 8 Rennen sieglos / Große Fortschritte von Maier
- PLUS: Alle Infos zur Ski-Weltcup-Saison 2002/03
·Herren-Slalom
Kostelic siegreich, Schönfelder Zweiter
·Damen-Slalom
Kostelic wieder top, Görgl wird Zweite!
·Herren-RTL
Bode Miller siegt, Chr. Mayer Zweiter!
·Der Weltcup - die Saison 2003/04
Alle Tabellen & Stände im Überblick
·Ihre Meinung!
Ski-Weltcup 02/03: Diskutieren Sie mit!
·Schwarze Serie
Ski-Weltcup: Die Horror-Unfälle!
·Die Sieger
Alle Stockerlplätze der Herren 2002/03
Österreichs Ski-Herren sind angesichts ihrer gewohnten Dominanz schon ungewöhnlich lange - nämlich acht Rennen in Serie - ohne Sieg im alpinen Weltcup. Seit dem Abfahrtstriumph von Stephan Eberharter am 14. Dezember 2002 in Val d'Isere wartet das ÖSV-Team auf einen Erfolg. Trotzdem glaubt ÖSV-Herren-Cheftrainer Toni Giger nicht, dass seine Burschen das Siegen verlernt haben. Mehr Sorgen bereitet ihm da schon Weltcup-Titelverteidiger Stephan Eberharter. "Er macht sich sein Leben derzeit selber schwerer als es ist", betont Giger.
Eberharter hatte nach seinem Sturz am 15. Dezember im Riesentorlauf in Val d'Isere, dem Beginn der sieglosen ÖSV-Herren-Serie, acht Tage wegen einer Knochenprellung mit Bluterguss im Bereich des rechten Knies nicht Ski fahren können. Nach seiner zweiwöchigen Weltcup-Pause schied er dann beim Comeback am 29. Dezember in der extrem schwierigen Bormio-Abfahrt nach Torfehler aus, während er am Samstag im Riesentorlauf in Kranjska Gora nicht über Rang 24 hinauskam und damit die Gesamtführung im Weltcup US-Ausnahmefahrer Bode Miller überlassen musste.
Steff ist deprimiert
"Der Stephan glaubt, dass er seine Form verloren hat und ist deshalb deprimiert", erklärte Giger in Slowenien. "Dabei gibt es eigentlich überhaupt keinen Grund zur Beunruhigung für ihn. Erstens hat er in Kranjska Gora noch nie ein Spitzenresultat erzielt, und zweitens liegen ihm auch so enge Riesentorlauf-Kurse wie hier in Slowenien überhaupt nicht, bei solch engen Linien ist er noch nie gut gefahren", analysierte der Cheftrainer das schlechte Abschneiden des 33-jährigen Olympiasiegers.
Sieglosigkeit kein Grund zur Beunruhigung
Dass sein Team nun schon seit mehr als drei Wochen auf einen Sieg wartet, beunruhigt Giger weit weniger als das mentale Tief von Eberharter. "Das Gewinnen ist derzeit das Schwierigste für uns. Doch unsere mannschaftlichen Leistungen trösten mich darüber hinweg", verwies der Salzburger auf die Resultate in den vergangenen acht Rennen, in denen mit Ausnahme des K.o.-Slaloms in Sestriere immer zumindest ein Österreicher auf dem Stockerl gestanden ist und teilweise bis zu sieben ÖSV-Läufer in den Top Ten (Abfahrten in Gröden und Bormio) gelandet sind.
Große Fortschritte von Maier
Während der eine Superstar grübelt, macht der andere - Hermann Maier - derzeit große Fortschritte. "Das freie Ski fahren auf der Turracher Höhe ist sehr gut verlaufen", berichtete Giger von seinem früheren Musterschüler, der nach seinem schweren Motorradunfall im August 2001 unbedingt wieder die Rückkehr in den Weltcup schaffen will. "Es schaut derzeit sehr gut aus, aber es gibt kein Zeitlimit für sein Comeback. Wir setzen ihn da überhaupt nicht unter Druck", ließ der Salzburger den Termin für die Weltcup-Rückkehr des Doppel-Olympiasiegers von Nagano 1998 völlig offen.
Erfolgreiches Comeback von Matt
Während Maier um den Anschluss kämpft, hat Slalom-Weltmeister Mario Matt am Sonntag mit Platz 14 in Kranjska Gora bereits ein erfolgreiches Comeback gefeiert. "Mit diesem Ergebnis bin ich durchaus zufrieden", resümierte der Tiroler, der mehr als elf Monate wegen diverser Schulterverletzungen im Weltcup gefehlt hatte, aber als Titelverteidiger einen Fixplatz im ÖSV-Team für die Weltmeisterschaften in St. Moritz (2. bis 16. Februar) hat.
"Mir fehlt noch auf Grund des großen Trainingsrückstandes ein bisschen das Gefühl für die Geschwindigkeit, aber ich habe während der Fahrten keine Schmerzen mehr", erklärte Matt nach seinem ersten Weltcup-Rennen seit dem 20. Jänner 2002 in Kitzbühel, wo mit der Schulterluxation seine Pechserie begonnen hatte. "Nur nachher zieht es in der Schulter, doch das ist normal, weil die Muskulatur durch die lange Pause noch etwas zurückgebildet ist und ich mich erst wieder an die Belastung gewöhnen muss. Das wird aber mit jedem Lauf besser, deshalb bin ich für die WM zuversichtlich."
