Parallel-RTL: Gold an Bruhin (SUI), Pichler Sechste
- Neururer und Riegler bereits im Achtelfinale out
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Österreich muss auch nach dem zweiten Bewerb der 5. FIS-Snowboard-Weltmeisterschaften am Kreischberg weiter auf eine Medaille warten. Am Montag verteidigte die Schweizerin Ursula Bruhin im Parallel-Riesentorlauf der Damen ihren Titel von Madonna di Campiglio erfolgreich und holte erneut Gold, Silber ging an die Französin Julie Pomagalski und Bronze an die Deutsche Heidi Renoth. Maria Pichler belegte als beste ÖSV-Boarderin Platz sechs, für Heidi Neururer (Rang 15) sowie Claudia Riegler (16) war im Achtelfinale Endstation gewesen und Manuela Riegler war schon am Vormittag in der Qualifikation mit Platz 28 gescheitert.
Schon in der Quali waren die heimischen Fahrerinnen mit einem "blauen Auge" davongekommen, denn mit den Plätzen 14 bis 16 schafften Neururer, Pichler und Claudia Riegler gerade noch den Einzug in die Entscheidung. Dort kam jedoch schon im Achtelfinale für Claudia Riegler gegen die Qualifikationsschnellste Karine Ruby (FRA) das Out und Neururer blieb gegen die Finnin Anna Heiramo auf der Strecke. Lediglich Team-Seniorin Pichler schaffte gegen die US-Amerikanerin Lisa D. Kosglow den Einzug ins Viertelfinale, wo jedoch gegen die spätere Silber-Medaillen-Gewinnerin Pomagalski nichts zu holen war. Letztlich wurde es Platz sechs für die beste ÖSV-Dame,
Schon in der Quali Chancen vertan
Walter Hinterhölzl, der Cheftrainer der rot-weiß-roten Boarderinnen, war vor allem mit der Darbietung am Vormittag nicht einverstanden: "In der Qualifikation haben sie vor lauter Nervosität nicht das gezeigt, was sie können und Riesenrückstand gehabt. Dann war es gegen schwere Gegnerinnen gleich im Achtelfinale natürlich sehr schwer." Maria Pichler bestätigte den Coach: "Ich war in der Quali viel zu vorsichtig und zu unentschlossen und deshalb zu Recht nur auf Platz 15. Danach ist es eigentlich ganz gut gelaufen, aber bei einer WM ist Platz sechs natürlich nicht zufrieden stellend."
Boarder-Ladies nehmen es locker
Neururer war trotz des Achtelfinal-Ausscheidens nicht enttäuscht: "Ich habe gute Läufe gehabt, aber man muss sich eingestehen, wenn die Gegnerin besser ist. Wir lassen uns keinen Druck auferlegen, den Druck machen wir uns schon selber." Claudia Riegler versuchte auch locker zu bleiben: "Jeder gibt sein Bestes, aber bei einer WM zählt natürlich nur eine Medaille. Ich bin mit Ruby im zweiten Lauf gleich auf gelegen, doch dann wollte ich zuviel." Manuela Riegler musste schon am Vormittag, so wie auch die Weltcup-Zweite Nicolien Sauerbreij (NED) und Olympiasiegerin Isabelle Blanc (FRA), ihre Hoffnungen begraben. "Schade, ich habe mich nicht ganz wohl gefühlt. Es hat nicht hundertprozentig gepasst, dass habe ich beim Fahren gespürt."
Genugtuung für Weltmeisterin Bruhin
Im Mittelpunkt stand aber Titelverteidigerin Bruhin, die auch im Weltcup führt und dementsprechend froh nach Gold zum WM-Start war: "Für mich ist das wirklich eine Super-Saison. Das ganze Teamwork passt, wir halten zusammen und von den Herren kann ich mir viel abschauen", freute sich die Siegerin auf der Pressekonferenz. Für Bruhin war es aber auch eine Genugtuung nach der Enttäuschung im vergangenen Jahr, als sie für die Olympischen Spiele in Salt Lake City nicht berücksichtigt worden war. In dieser Saison gibt sie aber eindrucksvoll die richtige Antwort.
| Endergebnis Parallel-RTL der Damen: | |||
| 1. | Ursula Bruhin | SUI | GOLD |
| 2. | Julie Pomagalski | FRA | SILBER |
| 3. | Heidi Renoth | GER | BRONZE |
| 4. | Lidia Trettel | ITA | |
| 5. | Karine Ruby | FRA | |
| 6. | Maria Pichler | AUT | |
| 7. | Anna Heiramo | FIN | |
| 8. | Stacia Hookom | USA | |
Im Achtelfinale ausgeschieden:
15. Heidi Neururer (AUT)
16. Claudia Riegler (AUT)
In der Qualifikation ausgeschieden:
28. Manuela Riegler (AUT)
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