Am Kreischberg soll für ÖSV-Boarder alles anders sein
- Schwache Olympia-Bilanz soll bei Heim-WM ausgebügelt werden
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Sieger seit 1996 & Medaillenspiegel
Der Countdown für die Snowboard-WM in Murau-Kreischberg läuft, am Samstag steigt die große Eröffnungs-Party. Auch im Lager der Österreicher ist die Spannung beinahe unerträglich: Immerhin soll bei der Heim-WM nach dem enttäuschenden Abschneiden bei den Olympischen Spielen 2002 alles anders werden. Mit den Zuschauern im Rücken soll die Medaillenjagd diesmal erfolgreicher sein.
In Lienz waren 1996 die ersten FIS-Snowboard-Weltmeisterschaften über die Bühne gegangen und nach den Stationen Innichen/San Candido (1997), Berchtesgaden (1999) sowie Madonna di Campiglio (2001) ist Österreich bei der fünften WM in Murau-Kreischberg 2003 wieder als Veranstalter an der Reihe. Mit der Eröffnung im Murauer Schanzenkessel am Samstag steht der Kreischberg dann eine Woche lang im Mittelpunkt des Snowboard-Interesses, und auch die Party-Stimmung wird bei "Beach am Berg" wohl nicht zu kurz kommen.
ÖSV-Boarder wollen sich rehabilitieren
Aus sportlicher Sicht wollen sich die ÖSV-Boarder für die schwachen Ergebnisse bei den Olympischen Winterspielen 2002 rehabilitieren, als keine Medaille für Rot-Weiß-Rot herausschaute. Damals blieben im Herren-Riesentorlauf für Siegfried Grabner, Alexander Maier, Stefan Kaltschütz und Dieter Krassnig nur die Plätze 7, 10, 13 und 14. Bei den Damen waren Manuela und Claudia Riegler sowie Doris Günther bereits in der Qualifikation gescheitert, Maria (damals noch Kirchgasser-)Pichler bewahrte Österreich mit Rang fünf vor einem Salto nullo. In der Halfpipe musste sich Nici Pederzolli, als einzige heimische Hoffnung, mit Platz sieben zufrieden geben.
Erst eine Goldmedaille für Österreich
An die 40.000 Zuschauer sollen diesmal aber bei den insgesamt neun Bewerben (Parallel-Riesentorlauf, Parallel-Slalom, Halfpipe, Snowboardcross bei Damen und Herren sowie neu erstmals Big Air der Herren) der ideale Ansporn für eine österreichische Medaillen-Jagd sein. Bisher gab es bei den vier FIS-Weltmeisterschaften insgesamt 14 Medaillen für den ÖSV, davon glänzte jedoch nur eine in Gold: 1997 gewann Helmut Pramstaller den neuen Cross-Bewerb und krönte sich damit zum bisher einzigen FIS-Snowboard-Weltmeister aus Österreich.
Bei den Ladies soll es endlich mit Titel klappen
Ein Titel bei den Damen fehlt also noch. Manuela Riegler (bisher zwei Mal Silber und einmal Bronze) und Maria Pichler (1997 Bronze im Snowboard-Cross) sind die bisher einzigen weiblichen Medaillen-Gewinner, diesmal kämpfen sie gemeinsam mit Doris Günther, Doresia Krings, Nici Pederzolli, Claudia Riegler, Ursula Fingerlos, Heidi Krings und Heidi Neururer um Edelmetall. Bei den Herren erhielten Siegfried Grabner (schlug 1999 mit ISF-WM-Silber bei der "Konkurrenz" zu), Dieter Krassnig, Alexander Maier, Michael Dabringer, Lukas Grüner, Alexander Koller, Felix Stadler und Harald Walder Verstärkung durch den "Kaderlosen" Hans-Jörg Unterrainer. Die beiden Freestyler Dominik Hörner und Florian Mausser (zuletzt beim Big Air in Salzburg erstmals auf dem Stockerl) komplettieren das 20-köpfige Aufgebot.
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