Finne Lajunen gewann Sprint-Weltcup in Ramsau
- Gruber als bester ÖSV-Starter Vierter, Gottwald Sechster

Der Finne Samppa Lajunen hat am Mittwoch den Sprint-Weltcup der Nordischen Kombinierer in Ramsau gewonnen und damit seinen zweiten Saisonsieg gefeiert. Der dreifache Olympiasieger von Salt Lake City setzte sich im Zielsprint um 0,6 Sekunden vor dem Deutschen Ronny Ackermann durch, Lajunens Landsmann Hannu Manninen (+ 18,9) lief von der 20. Stelle nach dem Springen noch auf Platz drei. Als bester Österreicher landete Michael Gruber, der nach dem Springen geführt hatte, auf Rang vier (+ 21,0), Felix Gottwald wurde Sechster (+ 22,9).
Der 23-jährige Lajunen war bei bitterer Kälte vor einer großen Zuschauer-Kulisse als Fünfter mit 30 Sekunden Rückstand auf Gruber in die Loipe gestartet und hatte bald zum Führungsduo Gruber/Ronny Ackermann aufgeschlossen. Nach rund vier Kilometern ließen der Deutsche und der Finne den Österreicher hinter sich und lieferten sich bis zum Schluss der 7,5 km langen Strecke ein packendes Duell, bei dem Lajunen im Zielsprint das bessere Ende für sich hatte und seinen 19. Weltcup-Erfolg sicherstellte.
Gruber hingegen ging das Tempo von Gottwald mit, der nach schnellem Beginn phasenweise auf Rang drei gelegen war, in der Schlussphase aber dem hohen Anfangstempo Tribut zollen musste. "Mit dieser Platzierung bin ich sehr zufrieden. Felix hat mich praktisch in Ziel gezogen", meinte Gruber, der zum zweiten Mal in der laufenden Saison an die vierte Stelle fuhr und damit sein bestes Weltcup-Ergebnis egalisierte.
Weniger zufrieden präsentierte sich Gottwald, der im Finish im Kampf um Platz drei noch gegen Manninen, Gruber und den Norweger Kristian Hammer das Nachsehen hatte. "Ich bin das Rennen zu schnell angegangen, das hat zu viel Substanz gekostet, am Schluss war dann einfach das Gas draußen", meinte der Salzburger, der am Neujahrstag in Oberhof seinen ersten Saisonsieg gefeiert hatte. "Aber vorzuwerfen habe ich mir nichts, ich habe auf jeden Fall alles probiert", sagte der dreifache Olympia-Bronzemedaillen-Gewinner von Salt Lake City.
Nicht nach Wunsch lief es für Mario Stecher, der zuletzt in Oberhof hinter Gottwald und Ackermann einen Stockerlplatz (3.) geschafft hatte. Der nach dem Springen an 22. Stelle platzierte Steirer ging das Rennen zu schnell an und kam schließlich mit 1:07,5 Minuten Rückstand auf den Sieger über Rang 20 nicht hinaus. Der junge Bernhard Gruber, nach dem Springen an erstaunlicher 6. Stelle, fiel erwartungsgemäß deutlich zurück, sammelte aber als 26. immerhin noch Weltcup-Punkte.
| Endstand (Springen/7,5 km Langlauf): | ||||
| 1. | Samppa Lajunen | FIN | 18:25,9 (5. nach dem Springen) | |
| 2. | Ronny Ackermann | GER | +0,6 Sek. (2.) | |
| 3. | Hannu Manninen | FIN | 18,9 (20.) | |
| 4. | Michael Gruber | AUT | 21,0 ( 1.) | |
| 5. | Kristian Hammer | NOR | 21,5 (22.) | |
| 6. | Felix Gottwald | AUT | 22,9 ( 8.) | |
| 7. | Björn Kircheisen | GER | 24,3 ( 7.) | |
| 8. | Georg Hettich | GER | 25,3 ( 4.) | |
| 9. | Jaakko Tallus | FIN | 25,4 (10.) | |
| 10. | Todd Lodwick | USA | 28,9 (15.) | |
| 11. | Wilhelm Denifl | AUT | 49,1 ( 3.) | |
| weiter: | ||||
| 17. | Christoph Bieler | AUT | 1:06,1 (17.) | |
| 20. | Mario Stecher | AUT | 1:07,5 (22.) | |
| 26. | Bernhard Gruber | AUT | 1:21,9 ( 6.) | |
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