Waffenfund im Irak: UNO-Chefinspektor macht Druck
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"Bei Irak-Krieg geht es nicht um Öl"
Die UNO-Waffeninspektoren im Irak sind erstmals fündig geworden: Auf dem Gelände eines Munitionslagers im Süden des Landes wurden am Donnerstag zwölf leere Sprengköpfe für Chemiewaffen entdeckt. Sie seien in ausgezeichnetem Zustand, erklärte UN-Sprecher Hiro Ueki in Bagdad. Chefinspektor Hans Blix dazu: "Die Lage ist ernst."
Die 122-Millimeter-Gefechtsköpfe wurden nach Uekis Angaben im Lager Uchaider, 120 Kilometer südlich von Bagdad, gefunden. Dort hätten die Rüstungskontrollore Bunker inspiziert, die Ende der 90er Jahre erbaut worden waren. Bagdad beteuerte, die Sprengköpfe stünden nicht in Zusammenhang mit verbotenen Waffenprogrammen. In einer ersten Reaktion zeigten sich die USA von dem Fund "wenig überrascht".
Weißes Haus verhält sich vorerst abwartend
Das Weiße Haus hat nach einem Bericht des US- Nachrichtensenders CNN eine abwartende Haltung zu dem Fund von elf leeren Chemiewaffensprengköpfen im Irak eingenommen. Ein hoher Regierungsbeamter sagte dem Sender am Donnerstag in Washington, die Regierung warte auf weitergehende Informationen von den UNO-Waffeninspektoren. Ein anderer Regierungsbeamter sprach davon, dass der Fund eine Anzahl von Fragen aufwerfe.
Weitere US-Flugzeugträger vor Irak?
Für einen möglichen Krieg gegen den Irak wird im amerikanischen Verteidigungsministerium die Entsendung von mindestens drei weiteren Flugzeugträgern in die Region erwogen. Bisher sind die Flottenverbände der "Harry S. Truman" und der "Constellation" in Reichweite des Irak. Wie aus Pentagon-Kreisen am Donnerstag in Washington verlautete, könnten die Flugzeugträger "Theodore Roosevelt", "Abraham Lincoln" und "Kitty Hawk" ebenfalls in Angriffsdistanz zum Irak beordert werden. Auch die Namen der "Carl Vinson" und "George Washington" wurden genannt.
Amerikaner nicht von Krieg überzeugt
US-Präsident George W. Bush hat einer Umfrage zufolge die Mehrheit der Amerikaner noch nicht von der Notwendigkeit eines Irak-Krieges überzeugt. Einer am Donnerstag in Washington veröffentlichten Studie des Meinungsforschungsinstituts Pew zufolge gibt es eine breite Unterstützung für das Ziel, den irakischen Präsidenten Saddam Hussein zu stürzen. Die Zustimmung zu einem militärischen Vorgehen der USA wird von zwei Dritteln der Befragten aber davon abhängig gemacht, dass eine Bedrohung durch den Irak bewiesen und die Unterstützung von Verbündeten zugesichert sei.
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