Wetter-Chaos legte Deutschland lahm
- Minus 31° in Ungarn, minus 29° in der Schweiz
- Winterstürme legen große Teile Rumäniens lahm
·Tauwetter!
Schmilzt unser Schnee wieder?
·DIE BILDER
Wetterchaos in ganz Europa!
Nach der Kälte kamen nun Winterstürme und Schneeverwehungen, die Deutschland teilweise lahm legten. Der Flughafen München strich 400 Flüge, in Nürnberg brach Zirkuszelt über Kamelen zusammen und es kam zu zahlreichen Lkw-Unfällen.
Auf dem Flughafen München wurden am Vormittag 34 Flüge gestrichen, weil Maschinen nach dem nächtlichen Schnee-Einbruch noch auf anderen Flughäfen standen. "Am Abend kamen die Annullierungen im Minutentakt", sagte Flughafensprecher Ingo Ansbach. "Unter dem Strich hatten wir rund 400 Annullierungen im Flugverkehr von und nach München."
In Nürnberg brach ein Zirkuszelt, in dem sich Stallungen für Kamele und Ziegen befanden, unter der nassen Schneelast zusammen. Zwei Mitarbeiter des Zirkus Barelli wurden von umstürzenden Stangen verletzt. Die Feuerwehr hob die Zeltplanen mit einem Kran an und befreite die Tiere, wie ein Sprecher sagte.
Nach einem Unfall mit drei Lastwagen musste die A3 bei Nürnberg-Mögelsdorf bis 07.00 Uhr komplett gesperrt werden. Wie die Polizei mitteilte, nahmen Beamte dort gerade sechs Unfälle auf, als sich eine US-Armeekolonne näherte. Der erste Lastwagen streifte den bremsenden Führungs-Jeep und streifte den neben ihm fahrenden niederländischen Lastwagen. "Die beiden Lastwagen walzten dann etwa 250 Meter Mittelschutzplanke nieder" und ragten in die Gegenfahrbahn, erklärte die Polizei. Ein nachfolgender tschechischer Sattelzug fuhr in den Jeep. Verletzt wurde niemand.
Kälte-Rekorde in Ungarn und der Schweiz
In Ungarn ist mit minus 31 Grad ein neuer historischer Kälterekord gemessen worden. Und auch in der Schweiz hat die Kältewelle in der Nacht zum Sonntag einen neuen Höhepunkt erreicht. In Samedan im Engadin fiel das Thermometer auf 29 Grad unter Null. Das ist der tiefste Wert dieses Winters, wie der Wetterdienst MeteoSchweiz mitteilte. In Ulrichen im Obergoms wurden minus 24 Grad gemessen. Weil die Hochnebeldecke in der Nacht teilweise aufriss, herrschte auch in tieferen Lagen klirrende Kälte.
Stromausfälle in Kroatien und Bulgarien
Eis und Schneetreiben haben am Sonntag in Kroatien Hunderttausende Menschen von der Stromversorgung abgeschnitten. Bei Temperaturen bis zu minus 15 Grad sei in Teilen von Zentral- und Südkroatien das Elektrizitätsnetz zusammengebrochen, berichtete das Staatsfernsehen HRT. Durch die Last des Eises seien Leitungen beschädigt worden. Wegen der Wetterlage werde die Reparatur einige Zeit dauern. Schneefall blockierte auch einige Hauptstraßen. Ähnliches ereignete sich auch in Bulgarien.
Winterchaos in Rumänien
Wegen heftigen Windes und schwerer Schneestürme sind am Sonntag in Rumänien drei Häfen am Schwarzen Meer und der Flughafen von Arad an der Grenze zu Ungarn geschlossen worden. In Constanta, Midia-Navodari und Mangalia erreichten die Wellen eine Höhe bis zu acht Metern. Auch Häfen im Donaudelta wurden geschlossen. Rund 1.000 Kräfte des Innenministeriums waren im Einsatz, um Straßen und Eisenbahnstrecken wieder passierbar zu machen. Im Süden des Landes fielen die Temperaturen auf minus zehn Grad. Züge erreichten Bukarest nur mit zweistündiger Verspätung.
Über 1.000 Menschen in Südasien erfroren
Anhaltend eisiger Wind vom Himalaya hat in Teilen Südasiens wieder etliche Menschen das Leben gekostet. In Indien, Nepal und Bangladesch wurden inzwischen mehr als 1.000 Kältetote gezählt, wie die Behörden am Dienstag mitteilten. Die Temperaturen sanken zwar nur auf drei bis sechs Grad, in Ländern, in denen die Winter normalerweise mild sind und in denen Millionen Häuser keine Heizungen haben, hat dies allerdings fatale Folgen. Im Norden von Bangladesch erfroren am Montag 22 Menschen, darunter auch einige Kinder, wie die Zeitung "Janakantha" berichtete.
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