USA stärken Streitmacht am Golf
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Die USA forcieren ihren Aufmarsch am Golf. Verteidigungsminister Donald Rumsfeld unterzeichnete in Washington den Marschbefehl für 35.000 weiteren Soldaten in Richtung Irak. Es war die bisher größte Mobilisierung seit Beginn der offiziellen Verlegung von Verbänden in die Nahost-Region vor wenigen Wochen, berichteten US-Medien. Unter den mobilisierten Verbänden seien rund 14.000 Marineinfanteristen. Die amerikanische Truppenstärke in der Region schwillt damit auf mehr als 100.000 an.
Die Soldaten würden in den nächsten Tagen ausrücken, hieß es aus dem Pentagon. Am Stützpunkt Camp Lejeune in North Carolina an der Ostküste wurden 7000 Marineinfanteristen in Marschbereitschaft versetzt. Sie sollen an Bord der Schiffe "USS Saipan", "USS Ponce" und "USS Gunston Hall" in die Golfregion verlegt werden. Die Schiffe verließen ihren Stützpunkt in Norfolk im Bundesstaat Virginia am Freitag in Richtung North Carolina. Weitere 7000 Marineinfanteristen seien an der amerikanischen Westküste mobilisiert worden, berichteten US-Medien. Das Pentagon gab keine Einzelheiten zu den mobilisierten Einheiten bekannt.
Rumsfeld hatte am Heiligen Abend den ersten Marschbefehl für 25.000 Soldaten erteilt. Bereits in den Wochen davor waren aber tausende Soldaten für einen möglichen Einsatz gegen den Irak an den Golf verlegt worden. Insgesamt wollte das Pentagon bis Ende Januar mindestens 100.000 Soldaten in der Region versammeln, die meisten von ihnen auf Stützpunkten in Kuwait und an Bord von Kriegsschiffen.
Die Türkei hat den US-Strategen die gewünschte Nutzung türkischer Basen bislang nicht zugesagt. Sollte US-Präsident George W. Bush den Befehl zum Angriff geben, schließt das Pentagon den Einsatz von bis zu 250 000 Soldaten nicht aus.
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