Kongo: UNO untersucht Kannibalismus-Vorwürfe
- MLC-Rebellen sollen Gefangene zum Verspeisen menschlicher Organe gezwungen haben
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Die spektakulärsten Kannibalen-Fälle
Beobachter der UNO-Friedensmission MONUC in der Demokratischen Republik Kongo gehen Hinweisen auf schwere Menschenrechtsverbrechen im Nordosten des Landes nach: In der Region Ituri häufen sich Berichte von Flüchtlingen, wonach Soldaten der Rebellenorganisation MLC ihre Gefangenen zu Kannibalismus zwingen.
Erste Meldungen über die Vorfälle wurden nun auch von einem UNO-Sprecher bestätigt. Weitere, detailliertere Angaben machte er aber nicht.
Gerüchte köcheln schon länger
Erstmals war der Kannibalismus-Vorwurf Ende Dezember vom Bischof von Butembo, Monseigneur Melchisedek, erhoben worden. Der Bischof berichtete unter Berufung auf Augenzeugen, MLC-Soldaten würden während ihres Vormarsches in die nordöstlichen Provinzen Beni und Butembo Gefangenen zwingen, Organe von getöteten Menschen zu essen.
Pygmäen als Opfer
Vor allem Angehörige des kleinwüchsigen Pygmäen-Volkes würden Opfer des Kannibalismus. Dem Glauben der MLC-Soldaten zufolge würden sie sich so die Kräfte ihrer Opfer einverleiben. MLC-Chef Jean-Pierre Bemba hatte die Abschuldigungen zurückgewiesen.
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