Freitag, 10. Jänner 2003

Busunglück nahe Kufstein - Drei Tote und 45 Verletzte

  • Lkw fuhr auf Inntalautobahn in Reisebus aus Belgien

Bei einem schweren Busunglück auf der bayerischen Inntalautobahn sind am Freitag drei Menschen ums Leben gekommen. Rund 45 wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Wie die Polizei mitteilte, war ein Lastwagen in der Früh nahe der Grenze bei Kufstein auf die Gegenfahrbahn geschleudert und in einen Bus mit Skiurlaubern aus Belgien gerast. Die Wintersportler waren unterwegs nach Sölden in Tirol.

Der Bus wurde frontal eingedrückt, seitlich aufgeschlitzt und kippte auf eine Böschung. Ein nachfolgender Autotransporter fuhr auf die beiden Unfallfahrzeuge auf. Die Autobahn A93 wurde nach dem Unglück kurz vor 7.00 Uhr vorübergehend völlig gesperrt.

Von österreichischer Seite aus waren die Feuerwehren Niederndorf und Kufstein sowie das Rote Kreuz Kufstein und mehrere Notarzthubschrauber am Rettungseinsatz beteiligt. Die Feuerwehren arbeiten mit schwerem Bergegerät, um die Reisenden aus dem zerstörten Bus zu schneiden. Auf der schneebedeckten Fahrbahn wurden Zelte zur Erstversorgung der Opfer errichtet.

Insgesamt waren 50 Notarztwagen und acht Hubschrauber im Einsatz. Die Verletzten wurden in Krankenhäuser bis nach Traunstein und München geflogen. Elf von ihnen kamen in das Krankenhaus Kufstein.

Bei den drei Toten handelt es sich um den italienischen Lastwagenfahrer, den Busfahrer und einen Fahrgast des Busses. Kinder waren ersten Angaben zufolge nicht in dem Bus. Ein Polizeisprecher sagte, der aus Richtung Kufstein kommende, mit Papier beladene Lastwagen habe aus noch unbekannten Gründen die Mittelleitplanke durchbrochen und den Bus gerammt.

10.1.2003 13:12