Walsterben in Spanien & Neuseeland
- 160 Grindwale vor neuseeländischer Insel gestrandet
- Spanien: 28 Grindwale verendet

Tiertragödien in Neuseeland und vor der Nordwestküste Spaniens: Trotz verzweifelter Rettungsversuche von Tierschützern verendeten an zwei Küstenregionen der Welt am Mittwoch insgesamt etwa 110 Grindwale. Wie es zu diesem Sterben kommen konnte, bleibt unklar.
Begonnen hatte es in Neuseeland. Dort kämpften Tierschützer und Freiwillige um das Überleben von rund 80 gestrandeten Grindwalen (Bild). Insgesamt seien in der Nacht 160 Tiere an die südlich gelegene Stewart Island angespült worden, hatte der öffentliche Rundfunksender Radio New Zealand berichtet. Etwa die Hälfte von ihnen sei bereits verendet. Vermutlich waren die Wale bereits an die 18 Stunden vor der Küste festgesessen, bevor sie entdeckt wurden, sagte der Chef der regionalen Umweltbehörde, Greg Lind. Die Rettungskräfte wollten versuchen, die kräftigeren Tiere mit der nächsten Flut wieder ins Meer zu bringen. Man hoffte zumindest ein Drittel der Tiere retten zu können.
Spanien: 28 Grindwale verendet
Dann gab es Alarm an der Nordwestküste Spaniens. Dort waren mindestens 28 Grindwale verendet. Die Meeressäuger seien vermutlich einem kranken Leittier gefolgt, das seichtere Gewässer suchte, teilten Naturschützer am Mittwoch in Santiago de Compostela mit. Wegen eines Sturms mit bis zu sechs Meter hohen Wellen seien die Wale aber mit voller Wucht gegen die Felsen geschleudert worden. Trotz eines verzweifelten Einsatzes konnten Helfer nur zwei der mindestens 30 Tiere retten und ins offene Meer bringen.
Ein Sprecher des spanischen Zivilschutzes meinte, die Wale machten den Eindruck, als hätten sie sich mit Absicht gegen die Felsen geworfen. "Es sah aus, als wollten sie sich umbringen." Die Tragödie ereignete sich an einer schwer zugänglichen Felsküste nahe Lugo in Galicien. Wissenschafter schlossen aber einen Zusammenhang mit der von dem Tanker "Prestige" in der Region verursachten Ölpest aus.
Bereits im September waren vor den Kanaren-Inseln Fuerteventura und Lanzarote 14 Schnabelwale verendet. Damals hieß es, Schallwellen eines See-Manövers der NATO hätten das Gehör der Tiere geschädigt und sie orientierungslos gemacht.
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