Sonntag, 12. Jänner 2003

Haupt schätzt Chancen VP-FP-Koalition auf 30%

  • Bundespolitik und Gemeinderatswahlen stehen im Mittelpunkt

FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Haupt schätzt die Chancen einer schwarz-blauen Koalition auf Bundesebene weiterhin mit 30 Prozent ein. Dies erklärte er am Montag am Rande einer Klausur der Kärntner Freiheitlichen in Bad Kleinkirchheim, bei der Haupt seine Kärntner Freunde über den Stand der Sondierungsgespräche mit der ÖVP informierte.

"Als FPÖ-Kärnten haben wir ein Interesse, dass der Reformkurs fortgesetzt wird", betonte Landesparteiobmann Martin Strutz. Was eine mögliche Koalition mit der Volkspartei betrifft, hätten die Kärntner Freiheitlichen keine Forderungen, fügte er hinzu. Ein Sitzungsteilnehmer erklärte gegenüber der APA, es habe eine "umfassende Bestandsaufnahme und Diskussion über alle Bereiche der Bundespolitik" gegeben.

Das Hauptaugenmerk der ganztägigen Klausur lag auf den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Kärnten am 9. März d.J. "Wir sind zuversichtlich, dass es an diesem Tag für die Kärntner Freiheitlichen positive Ergebnisse geben wird", sagte Strutz. Das Hauptaugenmerk gelte jenen Gemeinden, in denen die FPÖ bereits den Bürgermeister stellt (etwa die Bezirksstadt Feldkirchen) oder Chancen habe, künftig das Gemeindeoberhaupt zu stellen. Den bei der Klausur ebenfalls anwesenden Bürgermeistern wurde das von der Landespartei für den Urnengang am 9. März ausgearbeitete Programm präsentiert.

Ein weiterer Schwerpunkt der Klausur war die Regierungsarbeit im Lande in der ersten Hälfte 2003. Strutz dementierte, dass dies zum Anlass genommen werde, um Kritik an den beiden Regierungsmitgliedern LHStv. Karl Pfeifenberger (Wirtschaft, Finanzen, Tourismus) und Gerhard Dörfler (Verkehr, Hoch- und Tiefbau, Sport, Familie) zu üben.

An der Klausur nahmen neben Haupt, Strutz und den FP-Mitgliedern der Landesregierung alle freiheitlichen Abgeordneten zum Nationalrat, Bundesrat und Landtag sowie alle FP-Bürgermeister teil.

12.1.2003 19:59