In Salzburg kommt Glückspielverbot für Jugendliche
- Studie: 44% der Spielsüchtigen begannen mit unter 18
·Doppel-Sechser
Mit einem Lotto-Schein!!!
Das Land Salzburg plant, seine Jugendlichen und Kinder verstärkt vor dem Glückspiel zu bewahren. Unter 18-Jährigen soll es in Hinkunft verboten werden Lotto oder Toto zu spielen oder Brief- und Rubbellose zu kaufen. Damit sollen Jugendliche vor der Gefahr der Spielsucht geschützt werden.
Der Salzburger Landtag wird am kommenden Mittwoch Jugendlichen unter 18 Jahren per Gesetz verbieten, Lotto oder Toto zu spielen und Brieflose oder Rubbellose zu kaufen. Bei dem Gesetzesantrag sind sich alle vier Landtagsparteien einig. Hintergrund ist eine Studie, wonach 44 Prozent aller Spielsüchtigen schon unter 18 Jahren mit dem Glücksspiel begonnen haben. Umsetzbar ist der Beschluss aber nur sehr schwer, weil er nur für das Bundesland Salzburg gilt.
Erstellt hat diese Studie das Therapiezentrum für Spieler und ihre Angehörige in Wien. "Die ersten Spielsüchtigen gibt es schon im Jugendalter", sagt der Jugendsprecher des SPÖ im Landtag David Brenner. "Im Jugendgesetz wird es um die Altersgruppe bis 18 Jahren gehen. Wir erwarten, dass diese gesetzliche Bestimmung ernst genommen wird."
Mit scharfen Kontrollen der Exekutive wollen die Landtagsabgeordneten das Gesetz aber vorerst nicht durchsetzen, sagt Brenner: "Es geht um das Signal und nicht darum, hinter jedem Trafikanten einen Polizisten aufzustellen." Die Österreichischen Lotterien haben dagegen wenig Freude mit der neuen Regelung, sagt Sprecher Günther Engelhardt: "Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Glücksspiele mit geringen Einsätzen keine Gefährdung für die Jugendlichen darstellen."
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
