Mittwoch, 8. Jänner 2003

Totes Baby in Kärntner Kläranlage entdeckt

  • Obduktion soll klären, ob tot geboren oder später gestorben

In einer Kläranlage in St. Veit an der Glan machte ein Arbeiter am Dienstag eine grausige Entdeckung: Er fand den Leichnam eines Babys zwischen den Abfällen. Es handelte sich um eine Frühgeburt. Die Obduktion ergab nun, dass das Baby im 20. Lebens-Monat war.

Es wird vermutet, dass die Mutter ihr Kind in einer WC-Anlage zur Welt brachte und weglegte. Über die Kanalisation gelangte der Fötus dann in die Kläranlage.

Als der Körper entdeckt wurde, war er schlimm zugerichtet: Ihm fehlte ein Arm, die Nabelschnur war abgerissen.

Von der Mutter fehlt jede Spur. Nach ihr wird gesucht; auch wegen eines möglichen Gesundheitsrisikos für sie. Das tote Kind wird obduziert, um festzustellen, ob es bereits tot auf die Welt kam oder erst später starb. "Danach wird sich auch die strafrechtliche Beurteilung richten", erklärte der Leiter der Kriminalabteilung.

8.1.2003 11:36