Donnerstag, 2. Jänner 2003

Über 20 Mio. SMS zu Jahreswechsel in Österreich

  • SMS-Flut führt zu kurzfristigen Überlastungen bei Netzbetreibern
  • Auch Bildnachrichten kommen in Mode

Eine wahre SMS-Flut hat die Silvesternacht in Österreich gebracht. Insgesamt haben die Österreicher in der Nacht von 31. Dezember 2002 auf 1. Jänner 2003 über 20 Millionen SMS-Kurzmitteilung versendet, ein Viertel davon - also etwa fünf Millionen - allein zu Mitternacht. Das ist das 2,5 bis 3-Fache dessen, was an normalen Tagen in Österreich versendet wird. Folge des SMS-Overkills: Kunden berichten von Überlastungen, vereinzelt seien SMS nicht zugestellt worden.

Die vier heimischen Betreiber bestätigten kurzfristige Überlastungen, wollen aber lediglich von Verzögerungen bei der Zustellung wissen. Gröbere technische Probleme habe es nicht gegeben, hieß es am Donnerstag unisono bei A1, T-Mobile, One und tele.ring auf APA-Anfrage.

Erweiterte Kapazitäten zum Jahreswechsel
Man habe aus den vergangenen Jahren gelernt und die Kapazitäten deutlich erweitert, betonte eine Sprecherin der Mobilkom. Angesichts der enormen SMS-Mengen, die zum Jahreswechsel versendet würden, werde es aber auch in den kommenden Jahren mitunter Verzögerungen geben, meint man bei T-Mobile.

Meisten SMS bei Mobilkom
Die meisten SMS wurden zu Silvester naturgemäß über den Marktführer A1 versendet. Bei der Mobilkom sprach man am Donnerstag von 8 Millionen verschickten Kurzmitteilungen. Bei T-Mobile waren es sechs Millionen, bei One vier Millionen und bei tele.ring knapp 1,7 Millionen.

SMS per Web
Dazu kommt auch noch der beliebte Gratis-Internetversand. Rund eine halbe Million SMS-Nachrichten wurde etwa über die größte heimische Internet-SMS-Plattform "http://sms.at" versendet. Das waren allerdings deutlich weniger als zu Jahreswechsel 2001/02, als noch 1,6 Millionen SMS über die Internetseite versendet worden waren. Grund dafür ist, dass seit Anfang 2002 nur noch eine begrenzte Zahl an SMS via "sms.at" gratis verschickt werden kann.

Im Aufwind: Bildnachrichten
Neu in Mode gekommen sind dafür Bildnachrichten zu Silvester. Allein via sms.at wurden heuer zu Silvester 25.000 Bildnachrichten, Logos und Klingeltöne versendet - "ein Beweis dafür, dass sich die neuen Handy-Technologien durchsetzen", meint man beim sms.at-Betreiber ucp. Für ucp eine "erfreuliche Entwicklung", kostet der Versand einer Bildnachricht doch einen Euro.

2.1.2003 14:25