Ex-Telecom-Chef Colaninno will Fiat retten
- Unternehmerfamilie Agnelli dementiert Gerüchte
Der italienische Top Manager Roberto Colaninno, Ex-Chef der Telecom Italia, feilt an einem Plan zur Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung an dem krisengeschüttelten Autokonzern Fiat. Dies berichtete die britische Tageszeitung "Financial Times" in ihrer Donnerstagsausgabe.
Laut dem Rettungsplan würde Colaninno die Unternehmerfamilie Agnelli an der Spitze des Konzerns ablösen. Colaninno würde die nichtstrategischen Beteiligungen des Konzerns verkaufen, um sich exklusiv auf das Autogeschäft zu konzentrieren, berichtete "Financial Times".
Der Plan sei bereits den Gläubigerbanken von Fiat und der italienischen Regierung vorgelegt worden. Im Laufe der kommenden Woche sei ein Treffen zwischen Colaninno und dem Fiat-Präsidenten Paolo Fresco geplant, bei dem der Plan vorgestellt werde, berichtete die italienische Tageszeitung "Il Foglio".
Laut Indiskretionen sei Colaninno zu Investitionen im Wert von einer Milliarde Euro zur Fiat-Rettung bereit. Der Top Manager hatte 1999 als Chef des Telekom-Konzerns Olivetti, Telecom Italia, übernommen. Wegen einer feindlichen Übernahme von Seiten des Mailänder Reifenherstellers Pirelli im Jahr 2001 hatte er die Führung der Telecom Italia verloren.
Unternehmerfamilie Agnelli dementiert
Der Präsident der Fiat-Schatzkammer Ifil, Umberto Agnelli, dementierte, dass es einen neuen Plan zur Fiat-Rettung als Alternative zu jenem gebe, den die Turiner Gruppe im Oktober vorgestellt hatte. Dieser sieht die Kündigung von 8.100 Arbeitnehmern vor. "Es gibt einen einzigen Plan zur Fiat-Rettung: Jener, den wir mit den Gläubigerbanken und der Regierung vereinbart haben", sagte Agnelli.
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