Portugal: Ansturm auf Euro zum Umtauschfrist-Ende
- Regierung: Wegen Budgetdefizits Maut auf Stadtautobahnen
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Die portugiesische Zentralbank hat zum Jahresende einen Riesenansturm von Bürgern erlebt, die ihre alten Escudos noch schnell gegen Euro eintauschen wollten. Viele Menschen nahmen stundenlanges Schlangestehen in Kauf, nachdem sie bis zum letztmöglichen Zeitpunkt für einen Umtausch gewartet hatten. In Österreich war der Umtausch schon nach wenigen Wochen im Jänner praktisch abgeschlossen.
Im Gegensatz zu anderen Euro-Ländern lief die Umtauschfrist in Portugal zu Silvester ab. Dennoch sind nach Berechnungen der Zentralbank noch immer Escudos im Wert von mehr als 200 Millionen Euro nicht umgetauscht worden.
Immer die Letzten
"In allem sind wir die letzten", räumte ein in der Schlange ausharrender Pensionist ein. Die Frist wurde wegen des Ansturms bis zum Freitag verlängert.
Angesichts des hohen Haushaltsdefizits hat die rechtskonservative Regierung von Ministerpräsident Jose Manuel Durao Barroso eine neue Einnahmequelle aufgetan: Seit dem 1. Jänner muss auch auf den Stadtautobahnen der großen Metropolen eine Mautgebühr bezahlt werden. In Lissabon wurde zudem die Gebühr für die Brücken über den Tejo erhöht, die das Umland mit der Hauptstadt verbinden. Da es keine Gratis-Alternative gibt, ist mit Protesten unter den 1,4 Millionen Menschen zu rechnen, die täglich in 220.000 Autos zu ihren Arbeitsplätzen fahren, hieß es.
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