Morddrohungen gegen Mitglieder der Alinghi-Crew
- Offenbar stecken neuseeländische Ultranationalisten dahinter

Gegen die neuseeländischen Mitglieder der Alinghi-Crew sind in der vergangenen Woche offenbar Morddrohungen ausgesprochen worden. Michel Bonnefous, Direktor des Schweizer Syndikats, erklärte, dass das Team zwei Briefe von "patriotischen Aktivisten" erhalten habe. Die neuseeländische Polizei hat indes diesbezügliche Ermittlungen aufgenommen.
"Ich bin schockiert über den Ton der Briefe und überzeugt, dass es viele Neuseeländer ebenfalls sind", sagte Bonnefous. Weiter erklärte er, dass die Briefe offenbar jene ins Visier nehmen, die kleine Kinder haben. Die Polizei hat eine Untersuchung eingeleitet. Schon früher waren die Alinghi-"Kiwis" von Ultranationalisten als Verräter angeprangert worden. Die Extremisten warfen ihren Landsleuten vor, sich verkauft und die Ehre Neuseelands verhöhnt zu haben.
Sechs Segler (unter ihnen mit Skipper Russell Coutts auch der "Alinghi-Keyplayer") hatten nach dem Titelgewinn vor drei Jahren mit dem Team New Zealand auf der Alinghi angeheuert, was ihnen viele Neuseeländer bis heute nicht verziehen haben. Die Chancen stehen gut, dass die beiden Teams ab Mitte Februar im Finale des America's Cup aufeinander treffen. Voraussetzung ist ein Sieg der Schweizer im Challenger-Finale gegen Oracle (ab 11. Jänner).
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