Ahonen gewinnt Tournee-Springen am Bergisel
- Platz zwei und drei an ÖSV-Adler Liegl & Höllwarth
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Mein Ziel ist der Tourneegesamtsieg
Der Skisprung-Weltcup sieht rot-weiß-rot! Allein unter den ersten Zehn beim Tournee-Springen auf dem Bergisel konnten sich fünf Österreicher klassieren, zwei davon - Florian Liegl (2.) und Martin Höllwarth (3.) - auf dem Stockerl. Geschlagen nur vom Finnen Janne Ahonen.
Ahonen untermauerte mit dem Sieg seine Favoritenstellung für den Tournee-Gesamtsieg. Der 25-jährige Finne feierte mit 122 und 115,5 Metern seinen ersten Sieg in Innsbruck und verteidigte damit auch die Führung in der Tourneewertung. Die österreichische Mannschaft zeigte eine sensationelle Leistung: Elf Springer kamen in die Top 30, fünf in die Top Ten. Florian Liegl war überraschend der beste Mann der ÖSV-Truppe und landete 8,8 Zähler hinter Ahonen auf dem zweiten Rang, unmittelbar vor Martin Höllwarth. Liegl ist der sechste Springer aus Österreich, der heuer in den Top drei gelandet ist.
22.000 begeisterte Zuschauer bejubelten zwar nicht den erhofften österreichischen Tagessieg, aber den größten Mannschaftserfolg für Österreich in der Geschichte des Weltcups: Insgesamt 313 Punkte haben die elf Akteure allein in Innsbruck für den Nationencup geholt. Martin Höllwarth kommt gerade noch als Träger des Gelben Trikots zum Tournee-Finale nach Bischofshofen, der Tiroler weist in der Gesamtwertung aber nur noch drei Zähler Vorsprung auf den immer stärker werdenden Ahonen auf. Im Tournee-Klassement hat sich Ahonen bereits um 26,7 Punkte bzw. 14,8 Meter vor Sven Hannawald abgesetzt, Höllwarth fehlen als Drittem 29,4 Zähler.
"Ein Traum ist wahr geworden. Ich wohne in Innsbruck. Dass ich hier einen Podestplatz schaffen könnte, hätte ich nicht erwartet", freute sich Liegl, der am 1. Februar seinen 20. Geburtstag feiert. Er ist nach Mathias Hafele (2.) bzw. Andreas Kofler (3.) schon der dritte der "jungen Wilden", der in seiner ersten Weltcupsaison in die Top 3 gesprungen ist. Auch Martin Höllwarth war mit seinem dritten Tagesrang zufrieden. "Die Sprünge waren nicht so schlecht und für Bischofshofen ist noch alles offen", glaubt Höllwarth. "Glücklich" war der Tiroler darüber, dass er im Weltcup noch voran liegt. "Ich dachte, der Janne hat es mir schon weggeschnappt."
Mit den drei Andreas - Widhölzl, Goldberger und Kofler - auf den Rängen fünf, acht und zehn sowie dem erst 16-jährigen Thomas Morgenstern (12.) und Balthasar Schneider (14.) waren sieben Österreicher in den Top 15. Bei konstant starkem Rückenwind war der Anlauf in beiden Durchgängen allerdings zu kurz gewählt: 122 Meter von Ahonen waren die Tageshöchstweite auf einer Schanze, deren Juryweite bei 134 Metern liegt. Diesen Umstand beklagten viele Springer, schließlich sei es auch für die Zuschauer schade gewesen, die gerne weitere Sprünge gesehen hätten.
Den weitesten Satz des zweiten Durchgangs zeigte Sven Hannawald. Er konnte damit gerade noch seine Chancen auf den Gesamtsieg aufrecht erhalten, denn nach dem ersten Sprung war er nur an 13. Stelle gelegen. Die 117,5 m hievten den deutschen Titelverteidiger aber noch auf den vierten Tages- und zweiten Gesamt-Rang. "Mir fehlt am Tisch vielleicht noch die Spritzigkeit und auch der fehlende Aufbau aus dem Sommer hängt mir nach", sagte Hannawald.
Gewaltig war der Andrang auf den neuen Bergisel, langjährige Beobachter haben schon sehr lange nicht mehr derartige Massen kommen sehen. Viele Zuschauer kamen allerdings ohne Tickets, der Bewerb war ja bereits früher ausverkauft.
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