Hochwasserlage in Deutschland entspannte sich weiter
- "Wir sehen auf breiter Front sinkende Pegel"
- PLUS: Die Bilder vom aktuellen und vergangenen Hochwasser
·DIE BILDER
Wetterchaos in ganz Europa!
·Jahrhundertflut
Die Bilder vom August 2002
·Schneestürme
Nordosten der USA stark betroffen
·Frankreich
Schnee: Tausende saßen fest
Die Lage in den deutschen Hochwasser-Gebieten hat sich am Montag weiter entspannt. Fast überall wurden sinkende Pegelstände gemeldet, in Wertheim (Baden-Württemberg) rechneten die Behörden aber bis zum Nachmittag nochmals mit einem Anstieg der Flut, der aber geringer als zunächst erwartet ausfallen sollte.
"Die Lage ist nicht mehr dramatisch, wir sehen auf breiter Front sinkende Pegel", sagte ein Sprecher des Krisenstabs im 1.000-Seelen-Ort Leubingen (Thüringen), wo in den vergangenen Tagen ein Deichbruch drohte. Der Ort war evakuiert worden und nach wie vor vom Wasser eingeschlossen. In Wertheim wurde bis zum späten Nachmittag mit einem Höchststand des Main von rund sechs Metern gerechnet - rund einen halben Meter weniger als ursprünglich befürchtet.
Der Schiffsverkehr auf dem Rhein blieb am auch Montag zwischen der niederländischen Grenze bis südlich von Mainz unterbrochen. Ein Behördensprecher sagte, die Wasserstraße werde wohl auch Dienstag noch geschlossen bleiben. In Köln entspannte sich die Lage nach Worten einer Sprecherin der Stadt weiter.
Auch in Sachsen-Anhalt sanken die Pegelstände nach Angaben der Behörden an den meisten Flüssen. Lediglich an der Elbe und an der unteren Saale werde noch mit einem leichten Anstieg gerechnet, sagte eine Mitarbeiterin des Krisenstabs in Magdeburg. Der Scheitelpunkt der Elbe werde für Dienstag erwartet.
In Dresden (Sachsen) wurde am Montagvormittag ein bei 6,65 Metern stagnierender Wasserstand gemessen. "Mit dem Hochwasser im Sommer ist das nicht vergleichbar, da fehlen noch gut drei Meter", sagte ein Polizeisprecher.
Auch in Bayern entspannte sich die Lage weitgehend. In Würzburg passierte die Flutwelle des Mains am frühen Morgen die Stadt. Zu größeren Überschwemmungen kam es dabei nicht. "Der Höchststand ist mit 6,47 Metern durch - und wir haben immer gesagt, bis 6,50 Meter lachen wir", sagte der Leiter des Lagezentrums der Polizei.
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
