Wetterchaos in Teilen Europas
- Sturm und Überschwemmungen in Deutschland und Frankreich
- Verschärfte Hochwasserlage in Belgien und Portugal
In Teilen Europas herrschte am Freitag Wetterchaos: Sturm und Überschwemmungen sorgten für Probleme, in Deutschland kamen bei wetterbedingten Unfällen mehrere Menschen ums Leben.
Dauerregen und ein Orkan im Süden sowie starke Schneefälle im Norden haben Deutschland ins Chaos gestürzt. Bei Unfällen durch umgestürzte Bäume und Schneeglätte gab es seit Donnerstagabend mehrere Todesopfer und zahlreiche Verletzte. Im Süden, Osten und Westen Deutschlands sorgten heftige Regenfälle für steigende Pegelstände an vielen Flüssen. Im Südwesten fegte ein Orkan mit Windgeschwindigkeiten bis 200 km/h über das Land. Im Schwarzwald legte der Sturm den Verkehr teilweise lahm. In München stürzte ein großes Festival-Zelt ein.
In mehreren anderen deutschen Bundesländern im Osten und Westen traten Flüsse über die Ufer. Zahlreiche Straßen mussten gesperrt werden. Im bayerischen Coburg war die Innenstadt überschwemmt. Köln am Rhein und Wertheim am Main bereiteten sich auf ein Eindringen der Wassermassen vor.
Nach heftigen Regenfällen sind auch in Belgien zahlreiche Flüsse über die Ufer getreten. Vor allem in den Ardennen im Süden des Landes kam es zu schweren Überschwemmungen. In der Nachbarprovinz Namur und in der nördlichen Region Flandern wurden nach Angaben des wallonischen Hydrologischen Instituts die schlimmsten Hochwasserstände gemessen. Im Ourthe-Tal standen einige Dörfer bis zu 1,20 Meter unter Wasser, wie die Nachrichtenagentur Belga meldete. Die Meuse überschwemmte bei Dinant mehrere Orte.
In Portugal gab die Feuerwehr Hochwasserwarnungen für zahlreiche Orte aus. Die Fluten des Douro würden vermutlich binnen weniger Stunden Vila Nova de Gaia bei Porto und die 70 Kilometer entfernt liegende Ortschaft Peso de Regua erreichen. Auch andere Städte seien voraussichtlich betroffen. Portugal wird seit fast zwei Wochen von Stürmen und schweren Regenfällen heimgesucht.
Heftige Stürme und Überschwemmungen haben auch Frankreich heimgesucht. Vor allem Ortschaften im Norden und Osten waren betroffen. Die Stürme fegten mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h über das Land und richteten besonders im Elsass und in Burgund erhebliche Sachschäden an. In der Picardie trat die Oise über die Ufer und überschwemmte hunderte Häuser. In der Normandie waren besonders die Ortschaften Lisieux und Bayeux betroffen. Die Wetterdienste registrierten auch einen bedenklichen Anstieg des Seine-Pegels.
In Großbritannien entspannte sich die Lage unterdessen leicht. Der "kritische Punkt" sei am Donnerstag erreicht worden, sagte ein Sprecher der britischen Umweltbehörde. "Wir sind um einige Millimeter einer riesigen Überschwemmung entkommen." Am Freitag galten noch in 128 Orten Hochwasserwarnungen. Schon für den Nachmittag wurden neue Schauer erwartet. Hunderte Straßen waren noch immer wegen der Überschwemmungen gesperrt.
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