Donnerstag, 2. Jänner 2003

Raumfahrt: Chinesen wollen noch 2003 ins All

  • "Shenzhou V" soll einen Astronauten ins All bringen

China will in der zweiten Hälfte dieses Jahres ein bemanntes Raumschiff ins All bringen. Eine "Shenzhou V" werde dann mit einem Astronauten an Bord in den Weltraum starten. Das meldeten mehrere chinesische Medien, darunter die staatliche Nachrichtenagentur China News Service. Zurzeit umkreist das unbemannte Raumschiff "Shenzhou IV" die Erde, das am Montag auf dem Weltraumzentrum Jiuquan in der Wüste Gobi gestartet ist.

An Bord befindet sich nach chinesischen Angaben eine komplette Ausrüstung, wie sie für einen bemannten Weltraumflug benötigt wird. Das Raumschiff soll am Donnerstag zur Erde zurückkehren.

Erster Start im November 1999
Den bisher unbekannten Zeitrahmen für den Einstieg Chinas in die bemannte Raumfahrt nannte der Direktor der Raumfahrtbehörde Shanghai, Yuan Jie, der den Start von "Shenzhou IV" beobachtet hat. Das erste unbemannte chinesische Raumschiff war bereits im November 1999 gestartet. Die Raumschiff-Serie "Shenzou" (Magisches Schiff, Anm.) wurde in Anlehnung an die russische "Sojus"-Kapsel entwickelt.

Drittes Land mit bemannter Raumfahrt
China wäre nach den USA und Russland das dritte Land mit einem eigenen Programm für bemannte Raumfahrt. Zu Beginn dieser Woche hat Staatspräsident Jiang Zemin zur Weiterentwicklung des Raumfahrtprogramms aufgerufen. Alle Beteiligten sollten "ihre Anstrengungen verdoppeln und in einem Pioniergeist zusammenarbeiten, um weitere Beiträge zur friedlichen Entwicklung des Weltraums zu leisten", erklärte Jiang. Schon seit mehreren Jahren haben chinesische Luftwaffenpiloten an einer Astronautenausbildung teilgenommen.

2.1.2003 07:41