Mittwoch, 1. Jänner 2003

Marschbefehl für 17.000 US-Soldaten in Golfregion

  • Bush: Angriff auf die USA würde die Wirtschaft lähmen
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Das US-Verteidigungsministerium hat rund 17.000 Soldaten den Marschbefehl für die Golfregion erteilt. Die 3. Infanteriedivision sei über ihre Stationierung in der Nacht auf Dienstag in Kenntnis gesetzt worden, sagte ein Presseoffizier der Division am Dienstag (Ortszeit) in Fort Stewart im US-Staat Georgia. Es handle sich um den größten Aufmarsch seit dem Golfkrieg vor elf Jahren. Ein genauer Zeitplan und der genaue Einsatzort seien noch nicht genannt worden.

Für einen möglichen Irak-Krieg haben die USA in der Golfregion und der Türkei bereits rund 65.000 Soldaten stationiert. Anfang Dezember hatte Washington die Verlegung weiterer rund 50.000 Soldaten für Jänner in Aussicht gestellt.

Erstmals seit dem ersten Golfkrieg wird auch wieder eine komplette Kampfdivision, in diesem Fall 10.000 speziell ausgebildete Wüstenkämpfer, verlegt.

Theorien eines US-Präsidenten
US-Präsident George W. Bush hält nach eigenen Worten die Kosten eines Krieges gegen den Irak zur Zerstörung von dessen Massenvernichtungswaffen für geringer als die möglichen Schäden bei einem Angriff mit diesen Waffen auf die USA. "Jeder Angriff von Saddam Hussein würde unsere Wirtschaft lähmen", warnte Bush am Dienstag (Ortszeit) auf seiner Ranch in Crawford in Texas.

Saddam Hussein habe "die Botschaft nicht verstanden" und bewege sich auf einen Konflikt mit den USA zu, sagte Bush. Gleichzeitig erklärte der Präsident, dass er noch keine Entscheidung darüber getroffen habe, ob es zu einem Krieg gegen den Irak komme.

"Diese Wirtschaft (der USA) kann es sich nicht leisten, einem solchen Angriff (mit irakischen Massen-Vernichtungswaffen, Anm.) standzuhalten", bemerkte der US-Präsident. Bush reagierte damit auf Berichte, wonach seine Regierung bereit sei, 50 bis 60 Milliarden Dollar für die Entwaffnung des irakischen Regimes aufzuwenden.

Bush sieht deutliche Unterschiede in den politischen Krisen um Nordkorea und den Irak. Er sei zuversichtlich, dass das nordkoreanische Atomprogramm auf diplomatischem Wege aufgehalten werden könne, sagte er.

1.1.2003 11:15