Kleine Südseeinsel durch Wirbelsturm verwüstet
- Kontakt zu Einwohnern abgerissen: Zahlreiche Tote befürchtet
- Australische Luftwaffe sucht nach Vermissten
Ein schwerer Wirbelsturm hat die kleine Südsee-Insel Tikopia nahezu vollständig verwüstet. Er habe bei all seiner Erfahrung niemals schlimmere Schäden gesehen, berichtete der neuseeländische Kameramann Geoff Mackley am Mittwoch auf seiner Internet-Seite (www.geoffmackley.com), nachdem er Tikopia mit einem einmotorigen Flugzeug überflogen hatte.
Viele der 2.000 Einwohner seien vermutlich verletzt oder tot. Sämtliche Bäume seien umgeknickt oder zersplittert, nahezu alle Häuser zerstört, und das Meer habe ganze Dörfer unter sich begraben. Mehrere Einwohner hätten versucht, die Flugzeugbesatzung durch Signale auf sich aufmerksam zu machen. Die Maschine habe jedoch nicht landen können, weil es auf der Vulkaninsel keine Piste gebe, berichtete Mackley weiter.
Der Sturm Zoe war bereits am Samstag mit mehr als 300 Stundenkilometern über die Insel hinweggefegt. Der Kontakt zu den Einwohnern war abgerissen.
Tikopia wurde schon häufiger von Wirbelstürmen heimgesucht. 1992 wurde dabei fast die gesamte Ernte vernichtet, 1956 kamen bei einem Sturm etwa 200 Einwohner ums Leben. Die 16 Quadratkilometer kleine Insel gehört zu den Salomonen und liegt gut 2.000 Kilometer vor der australischen Ostküste.
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