Schwere Explosion von Feuerwerkskörpern in Mexiko
- Mindestens 28 Tote in Veracruz
- Zahlreiche Verletzte
Bei einer Serie von Explosionen von Feuerwerkskörpern sind in der mexikanischen Hafenstadt Veracruz am Silvestertag mindestens 28 Menschen ums Leben gekommen. Wie das mexikanische Fernsehen berichtete, wurden etwa 50 Personen auf dem zentralen Marktplatz der Hafenstadt an der mexikanischen Ostküste verletzt.
Als gegen 17.00 Uhr (Ortszeit) viele Menschen auf dem Markt ihre letzten Einkäufe für das Neujahrsfest machten, detonierten Silvesterknaller, die weitere Explosionen und Brände auslösten. Gegen Mitternacht (Ortszeit) war die Feuerwehr immer noch damit beschäftigt, die Flammen zu bekämpfen.
Wie es in den TV-Nachrichten weiter hieß, erlitten Dutzende von Menschen schwere Verbrennungen oder Rauchvergiftungen. Die Zahl der Toten könnte sich noch erhöhen, da auch viele Geschäfte und Gebäude im Bereich des Marktes betroffen waren, hieß es. Die Stadtverwaltung von Veracruz machte für das Unglück den leichtsinnigen Umgang der Verkäufer mit Knallkörpern verantwortlich. Den Behörden war es nach eigenem Eingeständnis in den vorangegangenen Tagen nicht möglich gewesen, den Verkauf von Silvesterraketen besser zu kontrollieren.
Der Bürgermeister von Veracruz, Jose Ramon Gutierrez, sagte dem Fernsehsender "Televisa", die lokalen Behörden hätten in der vergangenen Woche bei der Staatsanwaltschaft die Schließung von Verkaufsständen für Feuerwerkskörper beantragt, da von ihnen ein Explosionsrisiko ausgehe. Es seien jedoch zunächst keine Maßnahmen eingeleitet worden. In mexikanischen Feuerwerksfabriken, -geschäften und -lagern kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Unglücken. Im September 1999 kamen in Celaya im Teilstaat Guanajuato Dutzende von Menschen ums Leben, als Feuerwerkskörper explodierten.
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