Sonntag, 5. Jänner 2003

Temperatursturz bringt Aufatmen in Wintersportorten

  • Schneekanonen sind überall wieder in Betrieb

Aufatmen in den Skigebieten! Jetzt geht's mit dem (künstlichen) Winter so richtig los: Nach dem Temperatursturz laufen die Schneekanonen in Kärnten, Salzburg und Tirol wieder auf Hochtouren. Für die nächsten Tage wird eine Fortsetzung des kalten Winterwetters prognostiziert (siehe Kasten rechts). Der große natürliche Schneefall lässt allerdings weiter auf sich warten.

In Kärnten sind praktisch alle Skigebiete in Betrieb, wenngleich die Talabfahrten oft nur mit einer dünnen Kunstschneeschicht bedeckt oder überhaupt aper bleiben. Gute Schneeverhältnisse meldet das Skigebiet Turracher Höhe, wo etwa 40 Zentimeter Schnee liegen. In Bad Kleinkirchheim wiederum gibt es nur ganz oben ein wenig Naturschnee, sonst Kunstschnee - und davon auch nicht viel, der offizielle Schneebericht sprach am Montag von sieben Zentimeter.

Ausreichend weiße Pracht gibt es in Heiligenblut, am Ankogel und auch am Naßfeld, hingegen ist die Schneelage auf der Gerlitzen bei Villach eher mager, ebenso wie auf der Petzen und auf der Koralpe. "Ohne Kunstschnee hätten wir überhaupt keinen Liftbetrieb", hieß es vor allem bei den tiefer gelegenen Skigebieten. Über die Weihnachtsferien waren die Hotels in Kärnten aber trotzdem gut belegt, für die restliche Wintersaison hoffen die Tourismusverantwortlichen allerdings inständig auf Neuschnee. Kommt er nicht, werde man die guten Zahlen des vergangenen Winters in dieser Saison wohl nicht erreichen.

Tirol jubelt über Minus-Temperaturen
In Tirol ließen die Temperaturen unter Null die Touristiker aufatmen. Auch wenn der große Schneefall weiter auf sich warten ließ, konnte damit zumindest die Beschneiung tiefer gelegener Abfahrten und Pisten beginnen. Der Lawinenwarndienst meldete - natürlichen - Neuschneezuwachs vor allem in der Nacht zum Sonntag von zwischen zehn und 30 Zentimetern. In den Skigebieten liefen seit dem Temperatursturz die Schneekanonen auf Hochtouren. Die Wetterprognosen zeigten Temperaturen unter Null Grad auch in den nächsten Tagen.

Während in höher gelegenen Tourismuszentren wie Ischgl oder St. Anton die Abfahrt bis zur Talstation problemlos möglich war, konnten Skifahrer dies in niedriger gelegenen Gebieten nur mit der Gondel absolvieren. In Kitzbühel etwa war am Dreikönigstag die Talabfahrt weiter nicht möglich, die Beschneiungsanlagen arbeiteten pausenlos. Auch in Sölden war die Fahrt zur Talstation nur durch Kunstschnee möglich.

Salzburg bekam bis zu 30 cm Neuschnee
Im Bundesland Salzburg hat es am Sonntag in den Bergen zwischen fünf und 30 Zentimetern, in den Niederungen zwei bis fünf Zentimeter geschneit. Besonders begünstigt war der Bereich der Nordalpen und der Tauern, wo die weiße Pracht zehn bis 30 Zentimeter niederfiel. Morgen, Dienstag, soll es wieder zu schneien beginnen, so Josef Haslhofer von der Salzburger Wetterdienststelle. Die Lawinengefahr ist - abgesehen vom Lungau - erheblich (Stufe 3).

Es war so kalt, dass die Beschneiungsanlagen wieder den ganzen Tag über arbeiten konnten. Die Temperaturen lagen im Bundesland Salzburg zwischen minus zehn und minus drei Grad. Auch in den nächsten Tagen wird mit einer Fortsetzung des kalten Winterwetters gerechnet, so Haslhofer.

Vorarlberg von Ski-Freaks gestürmt
Blauer Himmel, Sonnenschein und Pulverschnee: Die Vorarlberger Tourismusbranche jubelt. Am Dreikönigstag stürmten Wintersportler aus dem Inland und dem benachbarten Ausland die Skigebiete. "Wenn das Wetter einige Tage so bleibt, dann brauchen wir uns nicht vor dem berüchtigten Jänner-Loch zu fürchten", meinte der Vorarlberger Tourismuspräsident Walter Lingg. Autokolonnen wälzten sich am Dreikönigstag Richtung Arlberg, Montafon und Bregenzerwald. Bereits kurz nach 9.00 Uhr kam es auf der Rheintalautobahn A14 vor dem Ambergtunnel bei Feldkirch zu kilometerlangen Staus. Auch auf der Bregenzerwaldstraße herrschte starker Verkehr in die Skigebiete.

5.1.2003 07:41