Neue Missstände in Hotel in Obertauern!
- Schockierende Vorwürfe: Geschirrspülmittel zur Körperpflege
Eine Geschäftsführerin eines Drei-Sterne-Hotel, die ihre Angestellten während deren Freizeit einsperrt! Die haarsträubende Affäre weitet sich nun aus. Täglich melden sich jetzt durchschnittlich zwei ehemalige Saisoniers bei der Gendarmerie, die behaupten, ebenfalls gegen ihren Willen eingesperrt worden zu sein. Die Hotel-Chefin weist alle Vorwürfe entschieden zurück.
"Die Ermittlungen sind noch am Laufen. Die Anzeige wird dann vermutlich Ende Jänner an die Staatsanwaltschaft Salzburg und an die BH Tamsweg übermittelt", schilderte Peter Lintschinger vom Gendarmerieposten Obertauern dem ORF.
Stammtischgerücht führte zur Entdeckung
Der Fall kam ans Tageslicht, weil ein Gendarm aus Obertauern davon gerüchteweise am Stammtisch erfuhr. Er begann zu recherchieren und schaltete die Staatsanwaltschaft ein. Das Landesgericht Salzburg ordnete am Donnerstag voriger Woche eine Hausdurchsuchung an.
Schockierende Vorwürfe
Die Vorwürfe gegen die Hotel-Chefin sind zum Teil schockierend. So soll sie nicht nur die Angestellten in ihrer Freizeit in ihren Personalzimmern im Keller und in der ersten Etage eingeschlossen haben, sondern sie soll einer Angestellten auch untersagt haben, sich dringend benötigte Toiletteartikel zu besorgen, "so dass diese über Aufforderung der Geschäftsführerin zur Körperpflege ein Geschirrspülmittel verwenden musste", hieß es im Gendarmeriebericht. Die von den Angestellten gegenüber der Hotelleitung vorgebrachten Missstände wurden mit Drohungen, wie dem Verlust des Arbeitsplatzes, beantwortet.
Geschäftsführung spricht von Lügen
Die Geschäftsführerin, die das 52-Betten-Hotel seit 1973 leitet, spricht von "Lügen und Intrigen". "Ich habe nie jemanden eingesperrt. Das gab es nie und wird es auch nie geben. Ich sage Ihnen aber, es ist ein Fluch, dass die Gendarmerie gleich neben uns ist", wird sie am Samstag der Vorwoche in den "Salzburger Nachrichten" zitiert. Die Gendarmerie habe offensichtlich nichts anderes zu tun, als seit Jahren in ihrem Hotel herumzuschnüffeln.
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