2002: 13.227 Einsätze für die ÖAMTC-Hubschrauber
- Tagsüber alle 20 Minuten Start zu einem Rettungsflug
Alle 20 Minuten ist im vergangenen Jahr tagsüber ein Hubschrauber der Christophorus-Flotte zu einem Rettungsflug gestartet. Im "Jahr Eins" ohne Hubschrauber des Innenministeriums waren die insgesamt 15 Maschinen rund 6.500 Stunden in der Luft. Seit dem Jahr 1983 flogen die gelben Helikopter laut ÖAMTC-Flugrettung fast 90.000 Einsätze.
13.227 Einsätze haben die 14 Notarzthubschrauber und der in Wiener Neustadt stationierte Intensivtransporthubschrauber absolviert. Dabei wurden laut der Statistik über eintausend Menschenleben gerettet, Tausende wurden durch rasche notärztliche Hilfe direkt an der Unfallstelle vor bleibenden Schäden und langen Aufenthalten in der Intensivstation bewahrt.
Flugrettungschef Kurt Nordberg lobte die "hervorragende Kooperation" mit dem Roten Kreuz, der Bergrettung, der Wiener Rettung und mit über 200 Notärzten, die zu einem international hohen Standard geführt habe. Finanzielle Unterstützung für das flächendeckende Flugrettungssystem gibt es von den Bundesländern, den Versicherungen Generali und Uniqa und von den Touringclub-Mitgliedern.
Primäreinsätze, bei denen der Hubschrauber einen Arzt schnellstens zum Patienten bringt, um dort vor allem den Unfallschock zu behandeln, machen rund 81 Prozent der Anforderungen aus. Zwölf Prozent der Einsätze waren Sekundärtransporte, also Überstellungsflüge. Sieben Prozent der Starts stellten sich nachträglich als Fehleinsätze heraus.
Etwa 50 Minuten dauerte im Schnitt ein Einsatz. Davon entfielen etwa 30 Minuten auf die Flugzeit. Der meistbeschäftigte Notarzthubschrauber war Christophorus 5 aus Zams in Tirol mit 1.216 Flügen, gefolgt von Christophorus 2 aus Krems (1.118 Einsätze).
Sport- und Freizeitunfälle führen die Einsatzstatistik mit rund 35 Prozent an, etwa 70 Prozent davon waren im alpinem Bereich. So wurden fast 1.500 verletzte Alpinskifahrer ins Krankenhaus geflogen. Etwas mehr als 22 Prozent der Einsätze galten internistischen Notfällen, fast 14 Prozent erfolgten nach Verkehrsunfällen. Dabei wurden rund 300 Menschen direkt an der Unfallstelle reanimiert.
632 Verletzte konnten von den Spezialisten nur noch mittels einer Taubergung aus unwegsamen Gelände befreit werden. Spitzenreiter bei dieser Bergetechnik war der Innsbrucker Notarzthubschrauber Christophorus 1 mit 104 Einsätzen. Auf den Plätzen folgen Christophorus 5 mit 98 und der Ennstaler Hubschrauber Christophorus 14 mit 95 Seilbergungen.
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