Freitag, 3. Jänner 2003

Österreich: Immer mehr Maturanten

  • Steiler Anstieg bis 2010 erwartet
  • Männer holen gegenüber Frauen wieder leicht auf

Die Zahl der Maturanten wird in Österreich bis 2010 steil ansteigen. Dies zeigt die im Hochschulbericht 2002 enthaltene Hochschulplanungsprognose. Haben heuer rund 37.000 Personen die Reifeprüfung abgelegt, werden es in acht Jahren bereits mehr als 43.000 sein. Zurückzuführen ist dies einerseits auf geburtenstärkere Jahrgänge, andererseits aber auch auf einen Trend zu höherer Bildung: Absolvierten heuer noch rund 38 Prozent eines Altersjahrgangs (Durchschnitt der 18- bis 19- bzw. 19- bis 20-Jährigen) die Matura, sollen es im Jahr 2010 bereits rund 44 Prozent sein.

Bis 2015 nimmt die absolute Zahl der Maturanten auf Grund schwächerer Geburten-Jahrgänge wieder leicht ab (rund 42.200), um bis 2020 sogar wieder auf das Niveau von 2001 (knapp 38.000) "abzustürzen". Weiterhin steigen wird hingegen der Anteil der Maturanten am jeweiligen Altersjahrgang: 2015 werden laut Prognose bereits mehr als 45 Prozent die Reifeprüfung ablegen, 2020 etwas weniger als 45 Prozent.

Seit 35 Jahren nimmt die Maturantenquote in Österreich stetig zu: Ausgehend von etwas mehr als zehn Prozent am Altersjahrgang in den späten 60er Jahrern des 20. Jahrhunderts erreichte sie 1979 20 Prozent und überschritt Anfang der 90er Jahre die 30-Prozent-Marke. Das Erreichen von 40 Prozent wird erstmals für 2005 prognostiziert.

Auffallend auch: Die Männer holen gegenüber den Frauen wieder leicht auf. Betrug in den vergangenen Jahren der Frauenanteil an den Maturanten jeweils rund 56 Prozent, sinkt dieser bis 2010 auf 55 und bis 2015 auf etwa 54 Prozent, um dann bis 2020 in etwa stabil zu bleiben.

Auf die Universitäten haben die stark steigenden Maturantenzahlen keinen allzu großen Einfluss. Auf Grund des weiteren Ausbaus des Fachhochschulsektors wird die Zahl der Studienanfänger bis 2012 nur leicht zunehmen, heißt es in der Prognose.

3.1.2003 08:36