Donnerstag, 2. Jänner 2003

Unfall auf der S33 forderte ein Todesopfer

  • Landeshauptmann Pröll hilft am Unfallort
  • Österreich: 942 Tote im abgelaufenen Jahr (Kasten rechts)

Ein Unfall auf der Kremser Schnellstraße bei St. Pölten hat heute, Dienstag, Nachmittag ein Todesopfer gefordert. Nach einer Panne war gegen 18.30 Uhr ein Auto auf der S33 liegen geblieben. Der Lenker eines anderen Wagens wollte zu Hilfe kommen, berichtete der ÖAMTC. Da stieß ein drittes Fahrzeug dagegen. Der zufällig an der Unglücksstelle vorbeikommende Landeshauptmann Erwin Pröll (V) und sein Chauffeur kümmerten sich bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte um die Verletzten.

Jener Mann, der nach der Panne helfen wollte, wurde laut ÖAMTC auf die Fahrbahn gestoßen und von weiteren Autos überrollt. Mediziner kämpften vergeblich um sein Leben. Der "Pannenlenker" wurde mit Verletzungen unbestimmten Grades ins Krankenhaus nach St. Pölten gebracht.

Knapp nach dem Unglück fuhr Pröll in der Gegenrichtung von einem Termin kommend an der Unglücksstelle vorbei, wie sein Sprecher Peter Kirchweger berichtete. Der Landeshauptmann und sein Chauffeur leisteten sofort Hilfe. "Der Landeshauptmann ist schwer betroffen, es haben sich furchtbare Szenen abgespielt", so Kirchweger.

Rettung, Feuerwehr und Exekutive rückten zu einem Großeinsatz aus. "Es schaut wüst aus", berichtete ein Helfer dem ÖAMTC. Die Strecke zwischen St. Pölten Nord und Herzogenburg Süd war wegen der Bergungsarbeiten für längere Zeit gesperrt. Im Abendverkehr kam es zu Behinderungen, es bildete sich ein Stau.

Ein Sprecher des ÖAMTC kritisierte gegenüber der APA, an der Unfallstelle gebe es keine Pannenstreifen, -buchten und keine Leitschienen. Der Club fordere schon lange den Ausbau der S33.

2.1.2003 09:50